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Putin griff zum Mikrofon

Wladimir Putin überraschte bei einer Spendengala mit einer musikalischen Einlage. Einleitend zum Auftritt sagte der russische Regierungschef: «Das müssen sie nun ertragen.»

Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat sich bei einer Spendengala überraschend als Pianist und Sänger präsentiert. Bei dem Benefizabend für krebskranke Kinder in St. Petersburg interpretierte der 58-Jährige den US-Klassiker «Blueberry Hill».

Das berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Ausserdem spielte der Ministerpräsident einige Takte des patriotischen sowjetischen Liedes «Womit die Heimat beginnt» auf einem Flügel. Wie die meisten Menschen könne er weder besonders gut singen noch Klavier spielen, sagte Putin. «Aber ich mag es einfach. Das müssen sie nun ertragen.»

Depardieu trug Gedichte vor

Zunächst tanzte der kanadische Sänger Paul Anka bei der Show am Freitagabend mit US-Schauspielerin Sharon Stone vor spendierfreudigen Stars wie Alain Delon, Mickey Rourke und Kurt Russell. Danach trat Kevin Costner mit seiner Country-Band Modern West auf. Gérard Depardieu trug Gedichte vor.

Putin sass in seiner Geburtsstadt St. Petersburg zu Beginn im Publikum. Auf Drängen der Moderatorin spielte der Ex-KGB-Offizier aber das aus dem Sowjet-Kriegsfilm «Schild und Schwert» stammende «Womit die Heimat beginnt». Anschliessend sang der Regierungschef «Blueberry Hill», allerdings mit starkem Akzent.

Putin ist für seine medienwirksame Auftritte bekannt, so präsentierte er sich auch schon als Angler mit freiem Oberkörper sowie am Steuer eines Flugzeugs und als robuster Kampfsportler. Beobachter schliessen nicht aus, dass der Regierungschef mit solchen Aktionen seine Rückkehr in den Kreml nach der Wahl 2012 vorbereitet.

SDA/mrs

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