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Publikumsrekord am 11. Zurich Film Festival

Mehr Filme, mehr Gäste, mehr Publikum: Die 11. Ausgabe des Zurich Film Festival (ZFF) ist am Sonntag mit einer neuen Rekordbilanz zu Ende gegangen.

Positive Bilanz: Stars wie Arnold Schwarzenegger bescherten dem 11. Zurich Film Festival einen Besucherrekord.
Positive Bilanz: Stars wie Arnold Schwarzenegger bescherten dem 11. Zurich Film Festival einen Besucherrekord.
Keystone

85'000 Filmbegeisterte (7,5 Prozent mehr als im letzten Jahr) sind trotz strahlendem Herbstwetter in die dunklen Kinosäle geströmt - die Erwartungen der Veranstalter des 11. Zurich Film Festivals wurden «deutlich übertroffen».

«Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen elften Festivalausgabe», liessen die Festivaldirektoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri am Sonntag via Medienmitteilung verkünden. «Dank einem zusätzlichen Festivalkino, dem etwas umfangreicheren Filmprogramm und vielen ausverkauften Vorstellungen konnten wir die Zuschauerzahl erneut steigern.»

Mehr Filme

Nicht nur der Besucherstrom, auch die Anzahl der gezeigten Filme ist von 145 im Vorjahr auf 161, die Anzahl der Gäste von 450 auf 460 und das Budget von 6,9 auf 7,1 Millionen Franken gewachsen. Bei all dem Aufschwung ist der Fokus zumindest bei der Auswahl der Filme wie bisher ein nicht-kommerzieller geblieben.

«Wir zeigen Arbeiten, die eine eigene künstlerische Handschrift besitzen und zugleich aktuelle politische Themen auf die Leinwand bringen», teilten die Veranstalter weiter mit.

Die Gewinnerfilme in den Hauptkategorien sprechen dafür: Mit dem isländischen Drama «Hrútar», dem mexikanischen Dokumentarfilm «Los reyes del pueblo que no existe» und dem österreichischen Episodenfilm «Thank You for Bombing» wurden keine vorprogrammierten Kassenschlager, sondern drei von vielen ZFF-Entdeckungen prämiert.

Viel Raum für das Schweizer Filmschaffen

Auch fünf Schweizer Filme - allesamt Weltpremieren - haben es in den Wettbewerb geschafft. Weder «Nichts passiert» von Micha Lewinsky noch «Miracolul din Tekir» von Ruxandra Zenide gewannen jedoch das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm - Zenide heimste dafür den Förderpreis für den besten Schweizer Film im gesamten Programm ein.

«Chaebols und Chabolas - Der Kampf um Arbeit» von Christian Neu, «Köpek» von Esen Isik sowie «Amateur Teens» von Niklaus Hilber gingen in der Sektion «Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich» leer aus. Hilber durfte sich stattdessen über den Publikumspreis freuen.

Die mit grosser Spannung erwarteten Weltpremieren von Sabine Gisigers fiktiver Autobiographie «Dürrenmatt - Eine Liebesgeschichte» und Sabine Boss' Fernsehfilm «Verdacht» wurden ausser Konkurrenz gezeigt. Ebenso die zwei heimischen Werke «Après l'hiver» von Bastien Bösiger und Adrien Bordone und «Marie-Louise» von Leopold Lindtberg (1944).

Fulminantes Abschlussfest

Mindestens ebenso gerne wie die Veranstalter blickten die Stargäste auf das 11. Zurich Film Festival zurück. Von der österreichischen Schauspielerin und Jurorin in der Kategorie «Fokus: Schweiz, Deutschland, Österreich» Birgit Minichmayr über die mexikanische Regisseurin und Dokumentarfilm-Preisträgerin Betzabé García bis hin zu Schriftsteller Martin Suter zeigten sich die Promis an der Award Night vom Samstag voll des Lobes.

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des «A Tribute to...Award» an Regisseur Mike Leigh, der sich mit Filmen wie «High Hopes» (1988), «Secrets and Lies» (1996) oder zuletzt «Mr. Turner» (2014) einen Namen gemacht hat. In seiner Dankesrede betonte Leigh, dass Kino ein «gemeinsamer Prozess» sei, und dass seine Mitarbeiter und Schauspieler für ihn immer wie eine Familie seien. Das 12. Zurich Film Festival findet vom 22. September bis 2. Oktober 2016 statt.

SDA/pat

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