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Rückschritt für die Krone

Harry und Meghan waren fest als Modernisierer der Monarchie eingeplant. Ihre neuen Pläne werfen die Windsors weit zurück.

Herzogin Meghan und Prinz Harry wollen als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten. Foto: Keystone
Herzogin Meghan und Prinz Harry wollen als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten. Foto: Keystone

In Mike Bartletts Drama «König Charles III.», das sich die Lage nach dem Tod von Königin Elizabeth II. vorzustellen suchte, verbandelt sich Harry mit einer Kunststudentin namens Jess, einer Republikanerin. Infolgedessen erwägt der Prinz erstmals ein Leben jenseits der Mauern des Buckingham-Palasts.

Nun hat sich Jess als Meghan entpuppt – eine Ex-Schauspielerin aus den Staaten. Zusammen mit Meghan plant Harry jetzt, einen neuartigen Weg einzuschlagen, bei dem er und seine Frau zu Teilzeit-Repräsentanten des Königshauses würden.

Dass er seine Grossmutter, die Königin, darüber im Dunkeln liess, hat begreiflicherweise zu einem Eklat geführt. Dabei wirft schon allein der Plan Fragen auf. Besteht er darin, die globale Berühmtheit beider Beteiligten – und ihre royale Aura – in kommerziellen Erfolg umzumünzen, um dem Prinzen und seiner Frau ein unabhängiges, ein unbeschwerteres Leben zu erlauben? Und sich dabei doch der Rückendeckung sicher zu sein, die die Monarchie, die der britische Steuerzahler garantiert?

Titel und Ansprüche ganz aufgeben

Schon melden sich Kritiker mit der Forderung, Harry und Meghan sollten ihre Titel und Ansprüche doch ganz aufgeben und ein «normales Leben» führen, wenn sie wirklich einen radikalen Wandel wollten. Für die restlichen Royals aber ist das Ausscheiden des Paares aus dem inneren Windsor-Zirkel ein echtes Problem.

Erst vor kurzem hat sich ja schon Onkel Andrew, der keine andere Wahl hatte, aus dem Rampenlicht abgemeldet. Nun gehen Harry und Meghan, aus freien Stücken.

Dabei waren Harry und Meghan fest eingeplant als Modernisierer der Monarchie, als Mittel der Erneuerung, als attraktive, weltoffene neue Windsor-Riege. Sie waren zentrale Charaktere im Popularisierungsprojekt. Den gewaltigen Erwartungen haben sie offenbar nicht standhalten können. Das wirft die Windsors, denen mit dem kommenden Generationenwechsel enorme Umbrüche ins Haus stehen, wieder ein ganzes Stück zurück.

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