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Clooney soll in Berlusconi-Prozess aussagen

Möglicher prominenter Zeuge im Ruby-Gate-Skandal: George Clooney soll mit seiner Lebensgefährtin an einer Party von Silvio Berlusconi teilgenommen haben. Das Paar bestreitet dies.

Offenbar an einer Party Berlusconis gesichtet: Geroge Clooney und seine italienische Lebensgefährtin Elisabetta Canalis.
Offenbar an einer Party Berlusconis gesichtet: Geroge Clooney und seine italienische Lebensgefährtin Elisabetta Canalis.
Keystone

Hollywoodstar George Clooney soll auf Wunsch der Anwälte des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi im Prozess gegen den Regierungschef wegen einer Sexaffäre mit einer 17-Jährigen aussagen. Berlusconis Anwälte setzten den Oscarpreisträger Medienberichten zufolge am Dienstag auf die Zeugenliste für das Verfahren, das am 6. April in Mailand beginnen soll.

Die Anwaltsfirma, die Berlusconi vertritt, begründete den Schritt mit Aussagen der damals 17-jährigen Marokkanerin, die Berlusconi laut Staatsanwaltschaft für Sex bezahlt haben soll. Demnach erklärte die junge Frau, sie habe auf einer von Berlusconis Partys Clooney und dessen italienische Lebensgefährtin Elisabetta Canalis gesehen. Einem Bericht der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» zufolge erklärte Canalis, weder sie noch Clooney hätten an einer der Partys teilgenommen.

Ein Richter muss über die Zeugen entscheiden

Verteidigung und Staatsanwaltschaft reichten ihre Zeugenlisten am Dienstag bei dem Gericht in Mailand ein. Ein Richter muss nun entscheiden, welche Zeugen in dem Verfahren zugelassen werden. Neben Clooney setzten Berlusconis Anwälte Berichten der Nachrichtenagenturen ANSA und LaPresse zufolge 78 Personen auf die Zeugenliste, darunter der italienische Aussenminister Franco Frattini und mehrere Showgirls.

Die Staatsanwaltschaft will den Berichten zufolge insgesamt 136 Zeugen befragen, darunter die damals minderjährige Marokkanerin und 32 andere Frauen, die auf Partys in der Villa des italienischen Regierungschefs als Prostituierte gearbeitet haben sollen.

Berlusconi wird vorgeworfen, die 17-jährige Marokkanerin mit dem Spitznamen «Ruby» für Sex bezahlt und sein Amt missbraucht zu haben, um die Affäre zu vertuschen. Der Ministerpräsident bestreitet die Vorwürfe.

dapd/mrs

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