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Ehefrau erwürgt und Leiche versenkt

Untreue kostete sie das Leben: Ein 40-Jähriger hat seine Frau getötet – und in die Rhone geworfen. Das Genfer Kriminalgericht hat den Mann wegen Mordes zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Fundort Rhône-Ufer: Der Verurteilte erwürgte seine Frau und warf ihren Leichnam in den Fluss. An dieser Stelle wurde der leblose Körper gefunden.
Fundort Rhône-Ufer: Der Verurteilte erwürgte seine Frau und warf ihren Leichnam in den Fluss. An dieser Stelle wurde der leblose Körper gefunden.
Keystone

Das Genfer Kriminalgericht hat am Donnerstag einen 40-Jährigen wegen des Mordes an seiner untreuen Ehefrau zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann hatte die Frau am 1. Juli 2012 in Genf vor den Augen ihrer Kinder erwürgt. Danach warf er ihre Leiche in die Rhone.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte den Beschluss fasste, die Frau zu töten, und die Tat auch plante. Der Franzose sri-lankischer Herkunft habe sich nicht damit abfinden können, dass seine Frau ihn verlassen wollte und einen Liebhaber hatte.

Leiche im Einkaufswagen

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren gefordert. Die Verteidigung plädierte auf 5 Jahre Gefängnis. Die Kinder waren zum Zeitpunkt sieben und neun Jahre alt. Der heute 40-Jährige hatte die Frau im Beisein der Kinder mit einem Gürtel erwürgt.

Darüber zeigten sich die Richter besonders schockiert. Das letzte Bild, das den Kindern bleibe, sei die mit einem Koffer zugedeckte Leiche der Mutter in einem Einkaufswagen.

Der Vater habe ihnen erklärt, ihre Mama liebe sie nicht mehr und er werde sie einschläfern, «dass sie zum Teufel geht». Hinzu komme, dass sich der Akt des Erwürgens über vier bis fünf Minuten hingezogen habe.

Keine mildernden Umstände

Mildernde Umstände hielten die Richter dem Angeklagten nicht zugute. Eine Scheidung hätte ihn von Frau und Kindern entfremdet. Normal wäre es aber gewesen, dies hinzunehmen und sich damit abzufinden.

Für die Urteilsbildung stellten die Aussagen der Kinder eine wichtige Komponente dar, führte das Gericht aus. Experten hätten den Aussagen hohe Glaubwürdigkeit attestiert.

Neben dem Ehemann musste sich ein zweiter Angeklagter vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf dem 45-Jährigen Betreiber eines Lebensmittelladens vor, dem Mörder geholfen haben, die Leiche der Frau in der Rhône verschwinden zu lassen. Das Gericht sprach den zweiten Angeklagten frei.

(SDA)

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