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... 53 Jahren: Das Mädchen von Hiroshima stirbt

Am 25. Oktober 1955 stirbt Sadako Sasaki. Das Mädchen war 1945 während dem Atombombenabwurf in Hiroshima – sein Überlebenskampf gelangte zu weltweiter Bekanntheit.

Kurz nachdem die USA ihren ersten erfolgreichen Atomtest durchgeführt haben, ordnet US-Präsident Harry S. Truman Ende Juli 1945 die Atombomben-Abwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki an. Der Zweite Weltkrieg steht kurz vor seinem Ende.

Das Mädchen von Hiroshima

Sadako Sasaki ist zum Zeitpunkt des Atombomben-Abwurfs auf Hiroshima zweieinhalb Jahre alt und überlebt den Abwurf scheinbar unversehrt und wächst gesund und kräftig heran.

Sadako ist eine begeisterte Sportlerin: Im Herbst 1954 trägt sie von einem Sportfest sogar den Sieg nach Hause. Am Abend ihres erfolgreichen Tages wird sie jedoch von einer unerklärlichen Müdigkeit erfasst. Es sind die ersten Anzeichen ihrer unheilbaren Krankheit: Sadako hat Leukämie – eine Folge des Atombomben-Abwurfs. Die Patienten im Krankenhaus nennen ihre Krankheit deshalb die «Atombombenkrankheit».

1000 Kraniche und ein Wunsch

Eine Freundin erzählt Sadako von der japanischen Legende, nach welcher einem die Götter einen Wunsch erfüllen, wenn man 1000 Papier-Kraniche faltet. Sogleich macht sich Sadako an das Falten von Origami-Kranichen – bereits nach einem Monat sind es über tausend. Weil sie denkt, dass sie sich womöglich nicht genug anstrengt, faltet sie immer kleinere Kraniche. Am 25. Oktober 1955, rund zehn Jahre nach dem Hiroshima-Abwurf, verliert sie den Kampf gegen ihre Krankheit. Bis zu ihrem Tod soll sie 1600 Kraniche gefaltet haben.

Bei den Atombomben-Abwürfen auf Hiroshima und Nagasaki wurden über 150’000 Menschen sofort getötet. 110’000 Menschen starben innerhalb weniger Wochen an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach. Durch Sadako Sasaki wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol für den Frieden und für den Widerstand gegen Atomwaffen.

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