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... 3 Jahren: Krieg in den Strassen von Paris

Am 27. Oktober 2005 kommen in Paris zwei Teenager auf der Flucht vor der Polizei ums Leben. Die Banlieue-Krawalle gehen los.

Schon früher war es in den Pariser Banlieue-Gebieten zu gewalttätigen Unruhen zwischen Jugendlichen und Polizisten gekommen. Der Unfalltod zweier Jugendlicher aus Immigrantenfamilien löste die Tumulte im Herbst 2005 aus: Um einer Polizeikontrolle zu entgehen, wollten sich drei Jugendliche am 27. Oktober 2005 in einem Strom-Umspannwerk verstecken, wo zwei von ihnen beim Kontakt mit Starkstrom ums Leben kommen.

Die darauffolgenden Ausschreitungen beschränken sich zunächst auf den Heimatort der Jugendlichen, den Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, weiten sich dann aber auf das Pariser Umland und auf andere französische Städte aus.

Schulen, Rathäuser, Geschäfte, Polizeistationen und Feuerwehrautos sind die Ziele der Aggressionen der meist aus Nord- und Schwarzafrika stammenden Krawallmacher.

Appelle der Regierung, muslimischer Würdenträger und auch der Eltern der zwei Jungen, deren Unfalltod die Unruhen ausgelöst hat, zeigen wenig Wirkung. Der damalige Innenminister Nicolas Sarkozy gerät durch seinen kompromisslosen Kurs unter Druck und wird zur Hassfigur der Randalierer.

Am 8. November beschliesst die französische Regierung, den Ausnahmezustand auszurufen und in bestimmten Gebieten Ausgangssperren zu verhängen. Es dauert bis Mitte November 2005, bis wieder einigermassen Ruhe in den Vorstädte einkehrt.

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