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Reise ins TessinOsterstau bleibt aus – Züge ziemlich ausgelastet

Richtung Tessin herrschte für Autofahrer praktisch freie Fahrt. Die SBB melden bis zu 80 Prozent Auslastung auf Zügen ins Tessin, Wallis und Graubündner Skigebiete.

Maskenpflicht am Seeufer: Ein Paar sitzt in einem Hotelrestaurant am Seeufer von Ascona am Karfreitag.
Maskenpflicht am Seeufer: Ein Paar sitzt in einem Hotelrestaurant am Seeufer von Ascona am Karfreitag.
Foto: Alessandro Crinari (Keystone)

Trotz sommerlichem Wetter im Tessin hat sich der Osterverkehr auf der Strasse in den Süden am Karfreitag in Grenzen gehalten. Erst am Mittag bildete sich kurzzeitig ein kleiner Stau (Verfolgen Sie die Daten zum Osterverkehr in Live-Grafiken).

In der Nacht und am Morgen herrschte praktisch freie Fahrt auf der Autobahn A2 vom Kanton Uri ins Tessin. Erst um die Mittagszeit meldete der Touring-Club der Schweiz (TCS) vorübergehend eine Verkehrsüberlastung. Die stehende Autokolonne in Uri war zwischen Wassen und dem Gotthard-Strassentunnel in Göschenen am Mittag gerade einmal rund einen Kilometer lang.

Züge bis 80 Prozent ausgelastet

Die Behörden hatten trotz Corona-Pandemie mit viel Verkehr über die Oster-Feiertage und damit verbunden wie jedes Jahr – mit Ausnahme von 2020 – mit Staus gerechnet. Der Verkehrsdienst Viasuisse erwartete weniger Reisende vor allem aus Deutschland und den Niederlanden, weil in Italien die Corona-Massnahmen verschärft worden waren.

Für die SBB war der Ansturm bisher bewältigbar, wie Sprecher Martin Meier sagte. Die Züge aus der Deutschschweiz ins Tessin sowie ins Wallis und in die Graubündner Skigebiete seien zu 60 bis 80 Prozent ausgelastet gewesen. Das sei etwas mehr als zuletzt unter der Woche. Über Ostern verkehren zwölf SBB-Zusatzzüge auf der Nord-Süd-Achse.

Auch Postauto hat vorgesorgt und setzt namentlich in der Region Locarno auf mehreren Linien mehr Busse als üblich ein, wie Sprecherin Valérie Gerl auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte. Am Freitag waren allein im Verzascatal sechs zusätzliche Postautos unterwegs. Schon am Donnerstag habe es auf gewissen Linien einen grossen Ansturm gegeben von Touristen aus der Deutschschweiz.

Sommerliches Wetter

Auf der Alpensüdseite wartete sommerliches Wetter auf die Reisenden. Am Freitagnachmittag war es in Locarno-Monti und in Biasca 26,5 Grad warm, so warm wie sonst nirgends, wie Meteoschweiz meldete. Aber auch im Norden herrschten am Freitag frühlingshafte Temperaturen.

Das freundliche Wetter soll bis Montag anhalten. Danach folgt gemäss Meteorologen in der Nacht auf Dienstag eine Kaltfront. Die Schneefallgrenze im Norden soll demnach bis ins Flachland sinken.

SDA

3 Kommentare
    Markus Egloff

    Schade für alle Autohasser, dass das Horrorszenarien der Blechlawine nicht eingetreten ist. Wäre das Gegenteil der Fall gewesen wäre der Artikel viel prominenter platziert worden. Auch hätte es sicher mehr Kommentare gegeben. Aber eben Zeichen der Zeit.....