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Bonnemain im Bistum ChurOpus Dei ist zurück in den Schlagzeilen

Mit dem neuen Bischof von Chur rückt die umstrittene Eliteorganisation der katholischen Kirche wieder in den Vordergrund. Doch im Bistum bleibt es erstaunlich ruhig. Haben sich die Erzkonservativen gemässigt?

Der neue Churer Bischof Joseph M. Bonnemain gilt als konservativ, aber pragmatisch. Und er gehört dem Opus Dei an.
Der neue Churer Bischof Joseph M. Bonnemain gilt als konservativ, aber pragmatisch. Und er gehört dem Opus Dei an.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Die Tür öffnet sich, Doktor Pfarrer Beat Müller guckt hervor. Seitenscheitel, Priesterkragen, steckengerader Körper. Der Ruf eilt ihm voraus: Dieser tadellos gekleidete Mann soll angeblich täglich zwei Stunden den Bussgürtel um den Oberschenkel tragen, dieses Band versetzt mit scharfen Dornen. Auch jetzt? Der Mann lässt sich nichts anmerken.

Müller hat eingeladen, er ist der Informationsbeauftragte des Opus Dei, auf Deutsch Werk Gottes. Eine sehr konservative Eliteorganisation der katholischen Kirche, die man fast schon vergessen wähnte – bis diese Woche Joseph Maria Bonnemain zum Bischof von Chur ernannt wurde. Ein Mann des Opus Dei.

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