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Hier strahlt der Doppel-Olympiasieger

Was vor ihm erst Marie-Theres Nadig, Vreni Schneider und Simon Ammann gelang, schaffte als vierter Schweizer nun auch Dario Cologna: Er gewann Doppel-Gold. Inzwischen jubelt er auch schon ganz routiniert.

Wieder zuoberst: Dario Cologna feiert mit seiner Goldmedaille.
Wieder zuoberst: Dario Cologna feiert mit seiner Goldmedaille.
Keystone
Zweites Gold: Dario Cologna freut sich sichtlich.
Zweites Gold: Dario Cologna freut sich sichtlich.
Keystone
...und fliegt weiter dem Ziel entgegen.
...und fliegt weiter dem Ziel entgegen.
AFP
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Wieder klang der Schweizerpsalm durch die Medal Plaza im Olympiagelände, schon zum fünften Mal an diesen Winterspielen – Sandro Viletta wird erst am Samstag geehrt. Und wieder galt die Schweizer Nationalhymne Dario Cologna, dem Überflieger. Nach Gold im Skiathlon nun auch Gold über 15 Kilometer im klassischen Stil. Er ist nach Marie-Theres Nadig (1972), Vreni Schneider (1988) und Simon Ammann (2002, 2010) der vierte Schweizer Doppelolympiasieger.

«Da kann man wirklich einmal das Wort historisch in den Mund nehmen», jubelte Sportminister und Hobby-Langläufer Ueli Maurer, der das Rennen bei frühlingshaften Temperaturen im russischen Winter auf der Tribüne mitverfolgt hatte.

Dreifacher Olympiasieger ist Cologna inzwischen, und als solcher gewinnt er natürlich auch Routine im Gewinnen. Unvergessen das Bild, als er am vergangenen Sonntag unter Tränen auf das Siegerpodest gestiegen war – von den Emotionen übermannt. Diesmal nun war er viel gefasster. Innere Ruhe strahlte er aus, als er die Medaille entgegen nahm. Im Teamsprint mit seinem Bruder Gianluca sowie dem 50-km-Lauf gilt Cologna ebenfalls als Medaillenkandidat. Kurz: Cologna kann der ganz grosse Athlet dieser Winterspiele werden. Die Staffel vom Sonntag wird er hingegen auslassen, um Kräfte zu sparen. Dem Schweizer Team werden demnach Jonas Baumann, Remo Fischer, Curdin Perl und Toni Livers angehören.

«Er ist ein grosser Champion»

«Ich konnte es schon am Sonntag nicht glauben, und nun kommt schon der zweite Olympiasieg», freute sich der Bündner gleich nach dem Rennen. Und schob nach: «Ich wusste, dass es sehr hart werden würde, aber ich war gut vorbereitet.» Er habe geahnt, dass das Rennen erst im zweiten Teil entschieden werden würde, «am Schluss hatte ich noch genügend Kraft». Der 27-Jährige betonte, wie wichtig der vor ihm fahrende Johan Olsson gewesen sei. «Ich habe gehört, dass er auf Silberkurs ist. Da hat es mir sehr geholfen, ihn einzuholen.»

Olsson reichte es denn auch für die Silbermedaille, im Ziel hatte der Schwede 28 Sekunden Rückstand. Er habe sich sehr gut gefühlt und ein hervorragendes Rennen gelaufen. «Aber Cologna war heute einfach unschlagbar», lobte er den Schweizer. «Im Moment ist er für alle zu stark.» Auch sein Landsmann Daniel Richardsson, der um 0,2 Sekunden Bronze gewann, war vom Schweizer beeindruckt. «Cologna ist schon in Toblach sehr stark gelaufen, er war für mich der Favorit für das Rennen», sagte der 31- Jährige.

Colognas Teamkollege Baumann gratulierte seinem Teamleader und wies auf den schwierigen Weg hin, den der Doppel-Olympiasieger hinter sich hat. «Dario kann mehr als zufrieden sein, nach dieser Verletzung so zurückzukommen», sagte der Schweizer, der am Ende 24. wurde. «Er ist ein grosser Champion.»

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