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Shiffrin schreibt Geschichte – Feierabend auf Rang 17

Mikaela Shiffrin gewinnt als jüngste Athletin aller Zeiten Slalom-Gold. Silber und Bronze gehen an Österreich. Denise Feierabend landet derweil auf dem 17. Rang.

Behielt die Nerven und fuhr zu Gold: Die erst 18-jährige Amerikanerin Mikaela Shiffrin.
Behielt die Nerven und fuhr zu Gold: Die erst 18-jährige Amerikanerin Mikaela Shiffrin.
Keystone
Das Medaillengewinnerinnen: Bronze für Kathrin Zettel (links), Gold für Shiffrin (Mitte) und Silber für Marlies Schild.
Das Medaillengewinnerinnen: Bronze für Kathrin Zettel (links), Gold für Shiffrin (Mitte) und Silber für Marlies Schild.
Keystone
Jahrhunderttalent: Shiffrin ist im Alter von 18 Jahren bereits Weltmeisterin und Olympiasiegerin. Dem entsprechend ist auch die mediale Aufmerksamkeit.
Jahrhunderttalent: Shiffrin ist im Alter von 18 Jahren bereits Weltmeisterin und Olympiasiegerin. Dem entsprechend ist auch die mediale Aufmerksamkeit.
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Schon vor Jahresfrist an den Weltmeisterschaften in Schladming hatte Mikaela Shiffrin im Slalom triumphiert. Nun fuhr die Amerikanerin auch in Russland souverän zur Goldmedaille – als jüngste Fahrerin überhaupt in dieser Disziplin. Shiffrin ist am Renntag 18 Jahre und 346 Tage alt, womit sie rund ein halbes Jahr jünger ist als die Italienerin Paoletta Sforza-Magoni bei ihrem Triumph 1984 in Sarajevo. Trotz ihrer Jugendlichkeit scheint Shiffrin schon routiniert mit Druck umzugehen. Darauf angesprochen, gibt sie gegenüber dem SRF zu Protokoll: «Es war weniger Druck, den ich spürte, sondern viel mehr Aufregung.» Was es denn nach dem WM-Titel und dem Olympiasieg noch zu holen gäbe, wollte der Reporter wissen. Auch darauf hatte die US-Amerikanerin eine schlagfertige, wenn auch nicht ganz ernst gemeinte Antwort: «Es wäre schon nicht schlecht, wenn ich endlich einmal einen Riesenslalom gewinnen würde.»

Shiffrin schuf die Vorentscheidung im Generationen-Duell mit der 14 Jahre älteren Marlies Schild im ersten Lauf. Die Salzburgerin stiess am Abend unter Flutlicht noch mit Laufbestzeit vom sechsten auf den zweiten Rang vor. Zum angestrebten ersten Olympiagold fehlten ihr am Ende 0,53 Sekunden. Einen ähnlichen Sprung nach vorne tat Kathrin Zettel mit der zweitbesten Laufzeit. Für die 27-jährige Niederösterreicherin war es die erste Auszeichnung an Olympischen Spielen.

Schwache Schweizerinnen

Nur Enttäuschungen setzte es hingegen im letzten olympischen Frauen-Rennen für die Schweizerinnen ab. Mit Wendy Holdener schied die stärkste Swiss-Ski-Stangenkünstlerin im ersten Lauf noch vor der ersten Zwischenzeit durch einen Einfädler aus. Michelle Gisin ihrerseits geriet schon nach fünf Fahrsekunden in arge Schwierigkeiten und wies im Ziel über acht Sekunden Rückstand auf Shiffrin auf, die schon zur Halbzeit in Führung lag. Als beste Schweizerin klassierte sich deshalb Denise Feierabend. Die 24-jährige Obwaldnerin büsste im Finaldurchgang noch zwei Positionen ein und belegte schliesslich mit fast fünf Sekunden Rückstand den 17. Rang.

Rosa Chutor. Slalom der Frauen: 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:44,54. 2. Marlies Schild (Ö) 0,53 zurück. 3. Kathrin Zettel (Ö) 0,81. 4. Maria Höfl-Riesch (De) 1,19. 5. Frida Hansdotter (Sd) 1,36. 6. Emelie Wikström (Sd) 1,57. 7. Nastasia Noens (Fr) 1,58. 8. Tina Maze (Sln) 1,71. 9. Marie-Michèle Gagnon (Ka) 2,83. 10. Sarka Strachova (Tsch) 2,85. 11. Anna Swenn-Larsson (Sd) 3,37. 12. Tanja Poutiainen (Fi) 3,47. 13. Anemone Marmottan (Fr) 4,42. 14. Barbara Wirth (De) 4,46. 15. Brittany Phelan (Ka) 4,57. Ferner: 17. Denise Feierabend (Sz) 4,93. 21. Marina Nigg (Lie) 6,10. 28. Michelle Gisin (Sz) 12,58. - Ausgeschieden: u.a. Wendy Holdener (Sz), Maria Pietilä-Holmner (Sd), Nina Löseth (No), Christina Geiger (De), Erin Mielzynski (Ka), Bernadette Schild (Ö), Michaela Kirchgasser (Ö), Chiara Costazza (It), Adéline Baud (Fr), Resi Stiegler (USA), Federica Brignone (It).

si/fal/rso

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