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Grosser Schweizer Frust im Skicross

Sämtliche Schweizer Skicrosserinnen scheiden an Olympia vorzeitig aus. Als Letzte scheitert die Waadtländerin Fanny Smith im Halbfinal.

Ernüchterung im Schweizer Lager: Keine Skicrosserin schaffte es in den Finallauf der besten vier.
Ernüchterung im Schweizer Lager: Keine Skicrosserin schaffte es in den Finallauf der besten vier.
Keystone
Die Mitfavoritin Fanny Smith (rechts) beging im Halbfinal in Führung liegend einen Fahrfehler und wurde nur Achte.
Die Mitfavoritin Fanny Smith (rechts) beging im Halbfinal in Führung liegend einen Fahrfehler und wurde nur Achte.
Keystone
Das Podium ohne Schweizer Beteiligung: Die Kanadierinnen Thompson (1.), Serwa (links, 2.) und die Schwedin (Holmlund, 3.)
Das Podium ohne Schweizer Beteiligung: Die Kanadierinnen Thompson (1.), Serwa (links, 2.) und die Schwedin (Holmlund, 3.)
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Nach den Männern am Donnerstag erlebten auch die Schweizer Frauen im olympischen Rennen einen ernüchternden Tag. Das Team, das in allen sieben Weltcuprennen des Winters mit mindestens einer Fahrerin auf dem Podest vertreten war, ging just im wichtigsten Wettkampf der Saison leer aus. Vor allem Fanny Smith und Sanna Lüdi mussten einer grossen vergebenen Chance nachtrauern. Weltmeisterin Smith, die den Saisonfokus total auf Olympia ausgerichtet hatte, landete im Halbfinal als souveräne Leaderin vor dem zweitletzten Sprung auf einer Welle, verlor Tempo und wurde von zwei Konkurrentinnen überholt. Die Westschweizer Dominatorin der letzten Saison war als Achte noch Beste des Schweizer Teams.

Praktisch das identische Schicksal wie Smith hatte eine Runde davor Lüdi ereilt. Die Bernerin (13. Schlussrang) führte ihren Heat ebenso problemlos an, ehe sie im untersten Streckenteil Geschwindigkeit verlor und stürzte. Ebenfalls im Viertelfinal scheiterte die Tessinerin Katrin Müller, die nach einem kapitalen Fehlstart den Rückstand nicht mehr wettmachen konnte. Dank der besseren Zeit in der Qualifikation war Müller am Ende im zehnten Rang klassiert. Für die junge Walliserin Jorinde Müller, in den Achtelfinals gescheitert, resultierte der 25. Platz.

Die grosse Enttäuschung war danach im Zielraum zu spüren: «Der Traum ist geplatzt, ich habe das glaube ich noch nicht ganz realisiert», sagte Katrin Müller. Und Lüdi, die sich von einer schweren Verletzung zurückgekämpft hatte und nun mit den Tränen rang, befand: «Wir Schweizer dominieren das ganze Jahr. Und dann das. Zuerst die Männer, dann die Frauen. Es ist schon extrem schade.»

Den Olympiasieg holte sich Marielle Thompson. Die 21-jährige Kanadierin und Leaderin im Gesamtweltcup setzte sich im Final vor ihrer Landsfrau Kelsey Serwa durch. Bronze ging an die Schwedin Anna Holmlund.

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