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Jüru und das Stehauf-Frauchen

Nach neun Winterspielen vor Ort sitzt unser Autor dort, wo alles begann: Vor dem Fernseher. Heute über einen Olympia-Suchttest.

Iouri Podladtchikov nach dem Sieg.
Iouri Podladtchikov nach dem Sieg.
Keystone

Es war eine Fehlplanung. Trotz akribischer Durchsicht des Olympiaprogramms habe ich für diesen Dienstagabend ein feines Nachtessen vereinbart. Dass es in der halben Pfeife an diesem Abend um die Wurst gehen würde und wir im Feuer, auf dem sie grilliert wird, ein heisses Eisen haben, ist meiner Aufmerksamkeit entgangen. Es wäre weder nett noch höflich, das Nachtessen mit fadenscheiniger Begründung abzusagen. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als aus der olympischen Not eine ebensolche Tugend zu machen. Der Trick: Ich erkläre den Abend zum Selbstversuch. Ich will herausfinden, ob ich nach vier Tagen bereits olympiasüchtig bin. Und ob ich mit einer abendlangen Abstinenz fertig werden kann. So wie der Säufer, der einen ganzen Tag von Sonnenaufgang bis -untergang Ramadan macht, oder der Raucher, der zwischen zwei Zigaretten keine weitere anzündet.

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