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Guts Selbstkritik nach der Enttäuschung

Obwohl sie im zweiten Durchgang mit der zweitbesten Zeit auftrumpfte, gehörte Lara Gut zu den grossen Verliererinnen im Olympia-Riesenslalom. Für sie ist das ein Ansporn, es in Zukunft besser zu machen.

«Ich bin gespannt auf die Videoaufnahmen»: Lara Gut sind die Zeitdifferenzen zwischen ihren Läufen ein Rätsel.
«Ich bin gespannt auf die Videoaufnahmen»: Lara Gut sind die Zeitdifferenzen zwischen ihren Läufen ein Rätsel.
Keystone

«Ich fühlte mich genauso schlecht wie im ersten Lauf, trotzdem war es schneller. Ich war bemüht, mich etwas mehr zu bewegen, aber nicht zu hart auf dem Ski zu stehen. Im oberen Teil funktionierte das noch nicht, erst unten, wo es härter und gerader gesteckt war», sagte Lara Gut nach ihrem 9. Rang im olympischen Riesenslalom gegenüber dem Schweizer Fernsehen. «Ich bin gespannt auf die Videoaufnahmen, weil ich beim Fahren keinen Unterschied zwischen den beiden Durchgängen gespürt habe.»

Dass sie sich im zweiten Durchgang von Rang 16 dank der zweitbesten Laufzeit noch um sieben Positionen verbessern konnte, freute die Tessinern, die in der Abfahrt Dritte geworden war. Sie erklärte aber, dass sie das Rennen schon zuvor abgehakt habe. «Ich wusste am Start oben, dass ich nichts zu verlieren hatte und ein Wunder notwendig gewesen wäre, um noch ganz nach vorne zu kommen.»

«Ich muss die Chance nutzen, aus Olympia etwas zu lernen»

Ab sofort gilt Guts Fokus wieder dem Weltcup. «Bis zum Saisonende stehen weitere Wettkämpfe an, und ich muss nun die Chance nutzen, aus Olympia etwas zu lernen», gab die Tessinerin zu Protokoll. «Ich habe heute wieder Vollgas gegeben, um zu sehen, ob ich herausbekomme, wie ich fahren muss, wenn ich nichts unter den Füssen spüre.» Dies sei ihr nicht gelungen. Trotzdem fällt ihre Gesamtbilanz nach vier Rennen im Rahmen von Sotschi 2014 positiv aus: «Alles in allem kann ich zufrieden sein, es waren ja meine ersten Olympischen Spiele. Vom Fahren her ist es gleich wie sonst, aber die Emotionen sind viel stärker.»

Tina Maze, die Goldmedaillengewinnerin aus Slowenien, war natürlich rundum zufrieden mit dem Verlauf des Rennens, in dem sie nach klarer Bestzeit im ersten Lauf am Ende noch sieben Hundertstel vor der Österreicherin Anna Fenninger lag. «Ich hatte den Fokus auf Olympia gerichtet in dieser Saison. Ich wusste, dass ich hier mein Bestes zeigen muss. Das hat super geklappt», sagte Maze. Fenninger war lange nicht bewusst, wie nah sie der Siegerin noch gekommen war:« Als es am Ende noch knapp geworden ist, habe ich erst gecheckt, wie gut der zweite Lauf wirklich war. Der Steilhang war der Schlüssel, den habe ich im ersten Durchgang nicht erwischt.»

Rosa Chutor. Riesenslalom der Frauen: 1. Tina Maze (Sln) 2:36,87. 2. Anna Fenninger (Ö) 0,07 zurück. 3. Viktoria Rebensburg (De) 0,27. 4. Nadia Fanchini (It) 0,38. 5. Mikaela Shiffrin (USA) 0,50. 6. Maria Pietilä-Holmner (Sd) 0,95. 7. Jessica Lindell-Vikarby (Sd) 1,15. 8. Anemone Marmottan (Fr) 1,61. 9. Lara Gut (Sz) 1,77. 10. Dominique Gisin (Sz) 2,71. 11. Elisabeth Görgl (Ö) 2,77. 12. Michaela Kirchgasser (Ö) 2,94. 13. Frida Hansdotter (Sd) 2,98. 14. Tanja Poutiainen (Fi), Anne-Sophie Barthet (Fr) 3,01. 16. Francesca Marsaglia (It) 3,05. 17. Nina Löseth (No) 3,09. 18. Kajsa Kling (Sd) 3,43. 19. Kathrin Zettel (Ö) 3,46. 20. Katarina Lavtar (Sln) 3,77. Ferner: 26. Fabienne Suter (Sz) 5,19. - Ausgeschieden: u. a. Wendy Holdener (Sz). - Nicht gestartet: Maria Höfl-Riesch (De/krank).

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