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Phelps schreibt Sportgeschichte

Der amerikanische Schwimmer Michael Phelps sorgt mit seinen olympischen Medaillen 18 (Silber) und 19 (Gold) in London für einen weiteren Meilenstein im Sport.

Ein Wechselbad der Gefühle: Michael Phelps ist der Favorit über 200 m Delfin, aber der Amerikaner...
Ein Wechselbad der Gefühle: Michael Phelps ist der Favorit über 200 m Delfin, aber der Amerikaner...
Keystone
...wird in der Schlussphase vom Südafrikaner Chad Le Clos noch ganz knapp überholt.
...wird in der Schlussphase vom Südafrikaner Chad Le Clos noch ganz knapp überholt.
Reuters
Larisa Latynina, die sich in London die Turnwettbewerbe anschaut, winkt ins Publikum. Die Ukrainerin wird es verkraften können, dass sie von Phelps punkto Anzahl Medaillen überholt worden ist.
Larisa Latynina, die sich in London die Turnwettbewerbe anschaut, winkt ins Publikum. Die Ukrainerin wird es verkraften können, dass sie von Phelps punkto Anzahl Medaillen überholt worden ist.
Keystone
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Michael Phelps schnappt sich Silber über 200 m Delfin und später Gold mit der US-Staffel über 200 m Crawl. Damit hat der 27-jährige Schwimmer aus Baltimore (Maryland) den Rekord der ukrainischen Turnerin Larissa Latynina, die zwischen 1956 bis 1964 18-mal Edelmetall für die Sowjetunion einheimste, übertroffen. Phelps hat nun an Olympia 15 Gold- und je 2- Silber und 2 Bronzemedaillen gewonnen. Der US-Schwimm-Star ist nun unbestritten der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten.

Beinahe wären es 16 Goldmedaillen in seiner Olympia-Sammlung geworden, aber über seine Paradedisziplin 200 m Delfin bezog der Favorit im Finish gegen den südafrikanischen Newcomer Chad Le Clos eine überraschende, aber knappe Niederlage. Es war die erste Niederlage für Phelps in dieser Disziplin seit zwölf Jahren. Wenig später erhellte sich das Gesicht des «Poseidon aus Baltimore» wieder: Über 200 m Freistil setzte sich die favorisierte US-Staffel mit Schlusschwimmer Phelps deutlich durch. «Ich danke den Boys für diesen unglaublichen Moment», erklärte der olympische Rekordmann an diesem denkwürdigen Abend.

Wieder Gold für chinesisches Wunderkind

Bei den Frauen errang die Amerikanerin Allison Schmitt unerwartet deutlich Gold über 200 m Crawl. Über 400 m war Schmitt Zweite geworden hinter der Französin Camille Muffat, doch über 200 m drehte die 20-jährige aus Pittsburgh den Spiess um und liess Muffat um fast zwei Sekunden hinter sich. Über 200 m Lagen doppelte die erst 16-jährige Chinesin Ye Shiwen nach. Im Gegensatz zur längeren Distanz tat sie dies aber nicht mehr so unglaublich überlegen. Sie siegte mit 58 Hundertsteln vor der Australierin Alicia Coutts. Über 400 m Lagen war Ye im Finish schneller geschwommen als der siegreiche Ryan Lochte und hatte einen verblüffenden Weltrekord realisiert – der allerdings zu vielen Diskussionen in Sachen unerlaubten Methoden Anlass gibt.

si/fal

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