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Könizer FinanzdebakelOhne Steuererhöhung greift der Kanton ein

Will die Gemeinde der Bevormundung durch den Kanton entgehen, muss Köniz in den nächsten Jahren Leistungen abbauen und die Steuern massiv erhöhen.

Die Könizer Gemeindepräsidentin Annemarie Berlinger (SP) kündigt einschneidende Massnahmen an, um der Bevormundung durch den Kanton zu entgehen.
Die Könizer Gemeindepräsidentin Annemarie Berlinger (SP) kündigt einschneidende Massnahmen an, um der Bevormundung durch den Kanton zu entgehen.
Foto: Raphael Moser

Die Hiobsbotschaften aus Köniz nehmen kein Ende. Nachdem die Gemeinde ein Defizit von fast neun Millionen Franken und einen Bilanzfehlbetrag im Budget 2021 vermeldet hatte, kündigt sie nun eine Steuererhöhung um ein ganzes Steuerzehntel auf 1,59 Einheiten für 2022 an. Das ist ein halbes Steuerzehntel höher als der Steuerfuss der Stadt Bern mit 1,54 Einheiten. Und dies, obwohl die Bevölkerung erst letztes Jahr eine Steuererhöhung um ein halbes Zehntel an der Urne abgelehnt hat.

Pokert der Gemeinderat nun mit einem ganzen Steuerzehntel und hofft, dass er damit zumindest ein halbes als gutschweizerischen Kompromiss durchbringt? Die Gemeindepräsidentin Annemarie Berlinger (SP) widerspricht: «Nein, wenn wir die Zahlen anschauen, wird nicht einmal die Erhöhung um ein ganzes Steuerzehntel reichen.»

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