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2020 war noch ein gutes AHV-JahrOhne Reformen ist die AHV-Kasse 2034 leer

Die AHV profitiert kurzfristig vom guten Börsenjahr 2020. Doch ohne Reformen geht die Rechnung nicht mehr lange auf, weil die Zahl der Rentenbezüger in den nächsten Jahren stark steigt.

Höhere Ehepaarrenten oder ein sozialer Ausgleich für die Frauen? Die Politik ringt um eine AHV-Reform, die die Renten sichert.
Höhere Ehepaarrenten oder ein sozialer Ausgleich für die Frauen? Die Politik ringt um eine AHV-Reform, die die Renten sichert.
Foto: Christof Schürpf (Keystone)

Die Rentenausgaben der AHV sind seit einigen Jahren nicht mehr durch die regulären Einnahmen aus Lohnbeiträgen und Steuern gedeckt. Dennoch steht die AHV zurzeit noch solide da. Ein Grund ist das erneut positive Jahresergebnis des AHV-Fonds. Compenswiss, der Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO, hat 2020 trotz der schweren Wirtschaftskrise eine ansehnliche Rendite von 5,2 Prozent auf dem Vermögen der drei Sozialwerke erzielt. Für die AHV allein betrug die Rendite auf dem Anlagevermögen 4,05 Prozent.

Die AHV dürfte dank der geschickten Anlagepolitik der Fondsverantwortlichen 2020 mit schwarzen Zahlen abschliessen. Profitiert hat der AHV-Fonds vor allem von der starken Erholung der Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte. Das AHV-Vermögen belief sich Ende 2020 auf 43,7 Milliarden Franken, wovon allerdings 10,3 Milliarden Guthaben bei der IV sind. Die IV sollte diese Schulden der AHV in den nächsten zehn Jahren zurückzahlen. Ob die Invalidenversicherung das aus eigenen Mitteln schafft , ist aber ungewiss.

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