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Contact-Tracing am LimitNun fahnden auch in Bern Private

Der Kanton bräuchte doppelt so viele Contact-Tracer, um die momentanen Fallzahlen abarbeiten zu können. Deshalb wird nun Hilfe aus Zürich beigezogen.

Contact-Tracer vom Team des bernischen Kantonsarztamts.
Contact-Tracer vom Team des bernischen Kantonsarztamts.
Foto: Raphael Moser

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, bekommt wenig später einen Anruf: Der Kanton ermittelt, mit welchen Personen man in den letzten zehn Tagen engen Kontakt hatten. So läuft Contact-Tracing in der Theorie, doch in der Realität sind die kantonalen Teams derzeit überfordert. Auch im Kanton Bern häufen sich die Fälle, in denen Infizierte nach dem positiven Test von den Behörden tagelang gar nichts hören.

Nun rüstet der Kanton nach – und setzt dabei auch auf private Anbieter. In den letzten Wochen sei ein Vertrag mit der Zürcher Telag AG ausgehandelt worden, sagt Gundekar Giebel, Sprecher der Gesundheitsdirektion. 20 Telag-Mitarbeitende unterstützen den Kanton «bei der Abarbeitung der Peaks» und bei den Quarantänefällen, die wenig Betreuung benötigten. Die Telag AG hat ihren Sitz in Zürich und ist eine der grössten Callcenter-Firmen der Schweiz. Sie ist eine Tochter des britischen Outsourcing-Riesen Capita.

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