Ungewöhnlich ungestresst

Zum Trainingsauftakt verstärken drei Neue aus der Challenge League den FC Thun. Sportchef Andres Gerber rechnet noch mit Abgängen.

Der FC-Thun beim Training.

Der FC-Thun beim Training. Bild: Archiv

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Nicht nur die Neuen wurden beim FC Thun ins kalte Wasser geworfen. Als die 27 Spieler in der Arena gestern die erste Trainingseinheit der neuen Saison in Angriff nahmen, wurden sie von einem Platzregen empfangen. Binnen Sekunden waren die Profis patschnass, die Intensität erreichte sogleich ein gutes Niveau. «Aber das Tempo werden wir kontinuierlich anziehen», meint Trainer Marc Schneider hinterher. Und: «Es macht Spass, mit einer so grossen Gruppe zu trainieren.»

Gerüstet für den wilden Juli?

Tatsächlich hat der FC Thun aktuell eine im Vergleich zu anderen Jahren fast luxuriöse Kadersituation. 23 Feldspieler standen dem Trainerteam gestern zur Verfügung. «Das wird sich wohl noch ändern», sagt Sportchef Andres Gerber vorausschauend. Erfahrungsgemäss wird das Transferkarussell erst später angeschoben, im Juli, wenn die grossen Vereine in die Vorbereitung steigen und mit ihren Kaderplanungen Rochaden bis in die tiefsten Ligen auslösen.

Und so herrscht bei den Oberländern nach den drei Zuzügen gerade im Zentrum ein vergleichsweise üppiges Angebot. Ablösefrei vom FC Wil kommt der 24-jährige Basil Stillhart, in der vergangenen Challenge-League-Saison war der Schweizer beim Tabellensiebten eine feste Grösse und 32-mal von Beginn an im Einsatz. Ebenfalls im defensiven Mittelfeld ist Kenan Fatkic zu Hause. Der 20-jährige Slowene kommt vom FC Chiasso, zuvor war er im Luzerner Nachwuchs, ausserdem ist er U-21-Nationalspieler in seinem Heimatland.

Der dritte Zugang ist Dennis Salanovic. Der Liechtensteiner (und aktuelle Nationalspieler) hat einen interessanten Werdegang: Als 18-Jähriger wechselte er 2014 von Schaan in den Nachwuchs von Atletico Madrid, kam dann übers kroatische Istra zurück in seine liechtensteinische Heimat, zu Balzers. Beim überraschenden Challenge-League-Aufsteiger Rapperswil-Jona (Rang 5) schliesslich hatte er vergangene Saison auf dem rechten Flügel einen Stammplatz und 30 Einsätze.

Typische Thuner Transfers

Die drei Neuen sind einmal mehr typische Zuzüge für den FC Thun. «Das sind Spieler mit unüblicher Vita, die aber in der Challenge League viel gespielt haben. Deswegen kommen sie für uns finanziell überhaupt erst infrage», sagt Gerber. Nebst dem bereits vor Wochen offizialisierten Abgang von Sandro Lauper zu den Young Boys werden die bisherigen Leihspieler Elia Alessandrini (zurück zu YB) und Robin Huser (zurück zum FC Basel) sowie Ersatzkeeper Felix Hornung (er wechselte zu Breitenrain) die Thuner verlassen. «Der Lauper-Transfer hat uns finanziell eine gute Ausgangslage verschafft», erklärt Gerber, «ich muss Marvin Spielmann nicht um und für jeden Preis verkaufen.» Der beste Thuner Torschütze aus der vergangenen Saison ist bei Clubs aus dem Ausland im Gespräch, gerüchteweise in der 2. Bundesliga oder der englischen Championship (zweithöchste Liga). Begehrt ist auch Matteo Tosetti (in der abgelaufenen Saison gar bester Vorbereiter der Super League). «Auf meinem Tisch ist noch keine Anfrage gelandet», sagt Gerber.

Erstellt: 12.06.2018, 08:34 Uhr

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