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Tuareg-Rebellen fordern eigenen Staat

Trotz der französischen Militärintervention und dem Einsatz von Blauhelmen kommt Mali nicht zur Ruhe.

Im Norden des westafrikanischen Landes wird wieder gekämpft. Kürzlich hat gar ein Kampfhelikopter der UNO-Blauhelmtruppe einen Luftangriff auf Tuareg-Rebellen geflogen. Dabei wurden angeblich mindestens sieben Aufständische getötet. Die Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) fordern einen eigenen Staat. Sie kündigten an, nicht mehr länger mit den UNO-Truppen zusammenzuarbeiten. Derzeit führen die Aufständischen in Algerien Friedensgespräche mit der malischen Regierung.

Seit 18 Monaten sind in Mali 9000 Blauhelme stationiert. Die UNO-Mission Minusma erklärte, die Soldaten hätten auf schweren Beschuss in der Stadt Tabankort reagiert. Die Truppe habe zunächst Warnschüsse abgegeben und erst dann ein Fahrzeug der Milizionäre zerstört. Ein Sprecher der Tuareg-Rebellengruppe MNLA widersprach: Die Blauhelme hätten ohne Vorwarnung gefeuert, sagte er. Für den Einsatz bei Tabankort waren niederländische Blauhelme verantwortlich. Die Niederlande sind mit 450 Soldaten und 4 Apache-Helikoptern am UNO-Einsatz beteiligt.

Zuvor hatten französische Truppen militante Islamisten zurückgeschlagen, die auf dem Vormarsch in die Hauptstadt Bamako waren. Damals, vor zwei Jahren, stand Mali am Abgrund. Die Terrororganisationen Ansar al-Din und al-Qaida im muslimischen Maghreb (Aqmi) hatten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, den Staat Azawad ausgerufen und die Scharia eingeführt. Als im Januar 2013 der Kollaps der malischen Armee und der Fall Bamakos drohte, ordnete der französische Präsident François Hollande einen Militäreinsatz gegen die Rebellen an. Der von Frankreich «Opération Serval» genannte Einsatz war zuvor vom UNO-Sicherheitsrat legitimiert worden. (Christof Münger)

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