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Notrufe landen neu alle am selben Ort

Seit Anfang Januar sind Sanitätspolizei, Feuerwehr und Zivilschutz der Stadt Bern in der Einheit Schutz und Rettung zusammengefasst. Die Stadt hofft, Synergien nutzen zu können.

Feuerwehr, Zivilschutz und Sanitätspolizei bild seit Jahresbeginn die in der Einheit Schutz und Rettung Bern.
Feuerwehr, Zivilschutz und Sanitätspolizei bild seit Jahresbeginn die in der Einheit Schutz und Rettung Bern.
PD/zvg

Wer in Stadt, Region und Teilen des Kantons Bern eine der Notrufnummern 144 oder 118 wählt, landet seit einigen Tagen bei Schutz und Rettung Bern. Das Kompetenzzentrum ist seit Anfang Jahr operativ tätig. Es fasst Sanität, Feuerwehr und Zivilschutz der Stadt Bern unter einem Dach zusammen.

Den Fusionsbeschluss fällte der Stadtberner Gemeinderat im Jahr 2018. Sicherheitsdirektor Reto Nause zeigte sich am Freitag vor den Medien erfreut und stolz, dass der «ambitionierte Zeitplan der Fusion eingehalten werden konnte».

Stadt will Synergien nutzen

Die medizinische Notfallversorgung und die Krankentransporte laufen über die Sanitätspolizei Bern, die Feuerwehr rettet und schützt Menschen, Tiere und Sachwerte, der Zivilschutz leistet Hilfe und Unterstützung bei Katastrophen und Notlagen. Die städtischen Abteilungen Feuerwehr, Zivilschutz und Sanitätspolizei arbeiten schon seit Jahren zusammen.

«Mit dem Zusammenschluss haben wir Arbeitsprozesse, Strukturen und Systeme optimiert, die ohnehin bereits sehr stark verknüpft waren und ab jetzt wirklich aus einer Hand kommen» sagte Nause. Dies sei wichtig, weil die Stadt Bern weiter wachse und sich demografisch verändere. Damit würden auch mehr Menschen Blaulichtorganisationen in Anspruch nehmen.

Potenzial für die Zukunft

Die Stadt wolle auch ihre strategische Führungsrolle wahrnehmen, denn ein ausgezeichnet funktionierendes Schutz- und Rettungswesen trage wesentlich zur Lebensqualität der Bevölkerung bei, so Nause. Der Sicherheitsdirektor verwies auch auf die stetig komplexeren Herausforderungen, denen sich die Schutz- und Rettungsorganisationen stellen müssen, etwa im Zusammenhang mit Unwettern, Pandemien, grossen Stromausfällen oder Terrorakten.

Der Leiter von Schutz und Rettung Bern, Simon Zumstein, führte als Beispiel die Notrufnummern 118 und 144 an, die bei Schutz und Rettung zusammenlaufen. Damit werde die Koordination zwischen Rettung und Feuerwehr vereinfacht. Die neue Organisation eröffnet laut Zumstein auch Potenzial für die Zukunft. So könnte Schutz und Rettung Bern beispielsweise für andere Rettungsdienste Aufgaben im Bereich der Rekrutierung übernehmen.

Kommt es zu einer Spezialisierung der Feuerwehren?

Mit einem Blick auf künftige Entwicklungen kann sich Zumstein auch vorstellen, dass nicht mehr alle Feuerwehren für jede erdenkliche Sonderaufgabe ausgerüstet sein müssen, sondern dass es hier, ähnlich wie im Gesundheitswesen, zu einer Aufgabenteilung kommt.

Weitere Synergien sieht Sicherheitsdirektor Reto Nause etwa bei der Materialbeschaffung, bei der Einsatz- und Notfallplanung oder der Logistik. Denn letztlich soll die Fusion auch einen Spareffekt erzielen. Der städtische Sicherheitsdirektor verwies auf den finanziellen Druck des Kantons auf die Rettungsdienste. Noch können die erhofften Effizienzgewinne nicht beziffert werden, fehlen doch beispielsweise Erfahrungswerte für gemeinsame Beschaffungen bei Schutz und Rettung Bern.

Neues Logo

Mit dem Neustart hat sich Schutz und Rettung Bern auch ein neues Logo zugelegt. Es lehnt sich ans bisherige visuelle Erscheinungsbild an. Das neue Logo wird künftig Uniformen, Fahrzeuge und Einsatzmaterialien zieren. Aus Kosten- und Nachhaltigkeitsgründen wird das alte Abzeichen vorwiegend bei turnusgemässen Neubeschaffungen abgelöst.

Das neue Logo gibt es vorerst noch nicht allzu oft zu sehen.
Das neue Logo gibt es vorerst noch nicht allzu oft zu sehen.

SDA/mas

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