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Tote bei Explosion in Nachtclub

In Kairo werfen Männer Molotowcocktails in einen Nachtclub. Offenbar waren sie zuvor nicht in das Etablissement gelassen worden. Über ein Dutzend Menschen sterben.

Die Polizei sucht zwei Verdächtige: Leute vor dem Nachtclub, auf den der Anschlag verübt wurde. (4. Dezember 2015)
Die Polizei sucht zwei Verdächtige: Leute vor dem Nachtclub, auf den der Anschlag verübt wurde. (4. Dezember 2015)
AFP

Bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Kairo sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Bei der Molotowcocktail-Attacke im Stadtteil Agusa im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt seien zudem zwei Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Angreifer habe einen Molotowcocktail in die Gaststätte geworfen, hiess es in ägyptischen Sicherheitskreisen. Zunächst hatte es geheissen, es seien 18 Menschen getötet worden.

Auf Anfrage von Redaktion Tamedia teilte das EDA mit: «Zur Zeit ist nicht bekannt, ob sich Schweizer unter den Opfern befinden. Entsprechende Abklärungen sind im Gang. Die Schweizerische Botschaft in Kairo steht in Kontakt mit den lokalen Behörden.»

Die Polizei suche zwei Verdächtige, berichtete die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena. Ihnen sei vor dem Anschlag der Zutritt zum Club im Bezirk Agusa verweigert worden. Das Innenministerium teilte mit, erste Ermittlungen hätten ergeben, dass es einen Streit zwischen Mitarbeitern des Nachtclubs und anderen Menschen gegeben habe. Letztere hätten dann drei Molotowcocktails in den Eingang geworfen.

Ermittlungen laufen

Das Feuer konnte den Angaben zufolge schnell gelöscht werden. Die Sicherheitsbehörden nahmen Ermittlungen auf. Zuvor berichteten Medien, beim Täter handle es sich um einen früheren Mitarbeiter des Clubs im zentralen Agusa-Bezirk, dem gekündigt worden sei.

In Ägypten kämpfen mehrere islamistische Gruppen gegen den Staat, der seinerseits mit eiserner Hand gegen die Anhänger des gestürzten muslimischen Präsidenten Mohammed Mursi vorgeht. Vor allem auf der Sinai-Halbinsel, aber auch im Gebiet von Kairo und in anderen Landesteilen wurden seit 2013 Hunderte ägyptische Polizisten und Soldaten getötet.

sda/AFP/rre

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