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Ja zum Hüttengraben

Zweidrittelmehrheit für kostengünstiges Küsnachter Wohnbauprojekt.

«Die erste Hürde ist geschafft», freut sich Liegenschaftenvorstand Ueli Schlumpf (SVP). Die Küsnachter haben dem Baurechtsvertrag Hüttengraben mit 3368 Ja- zu 1658 Nein-Stimmen überaus deutlich zugestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 60 Prozent. «Das Volk sieht also, dass es nötig ist, für den Erhalt der sozialen Durchmischung genossenschaftlichen Wohnungsbau zu fördern, wie er in Küsnacht Tradition hat», sagte Schlumpf gestern auf Anfrage. Der Baurechtsvertrag verpflichtet die Gemeinde Küsnacht, der vorwiegend in der Stadt Zürich tätigen Wohnbaugenossenschaft Zurlinden im Hüttengraben gut 18'000 Quadratmeter Bauland für 62 Jahre im Baurecht abzutreten. Dafür erhält die Gemeinde jährlich wiederkehrend 230'000 Franken als Baurechtszins. Der Landwert fusst auf einem hypothetischen Quadratmeterpreis von 500 Franken. Der Marktwert dürfte drei- bis viermal so hoch liegen. Die Genossenschaft wiederum hat sich verpflichtet, auf dem Areal rund 70 Wohnungen «für den Mittelstand» zu erstellen. Eine 4½-Zimmer-Wohnung dürfte rund 2500 Franken pro Monat kosten.

Das deutliche Ja zum Baurechtsvertrag ist noch keine Garantie dafür, dass im Hüttengraben eines Tages tatsächlich gebaut wird. In 14 Tagen werden sich die Küsnachter Stimmbürger erneut mit dem Hüttengraben beschäftigen. An der Gemeindeversammlung ist über den Gestaltungsplan zu entscheiden, der dem Bauprojekt zugrunde liegt. Wie der Baurechtsvertrag ist auch der Gestaltungsplan strittig. Nachbarn versuchen, das Vorhaben zu verhindern.

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