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«Der Stadtpräsident geht im Gemeinderat unter»

Eigenmächtige Ursula Wyss, schwacher Alec von Graffenried, «polemische» bürgerliche Politiker. Das sagt der Chef des lokalen Wirtschaftsverbands zur Stadtberner Politik.

Bernhard Emch, Präsident des Handels- und Industrievereins Sektion Bern, fühlt sich in der Verkehrspolitik von der Stadt überfahren.
Bernhard Emch, Präsident des Handels- und Industrievereins Sektion Bern, fühlt sich in der Verkehrspolitik von der Stadt überfahren.
Raphael Moser, Archiv

Herr Emch, Sie haben als Wirtschaftsvertreter erfolgreiche Projekte mit der Stadt lanciert. Nun kritisieren Sie aber die Zusammenarbeit. Warum?

Es gibt ein Malaise im Bereich Verkehr. Die Wirtschaft und der Gewerkschaftsbund haben da einst die Initiative ergriffen und eine Aussprache mit der Stadt verlangt. Das hat zum Verkehrskonzept in der Altstadt geführt. Später wurden wir aber vor Fait accomplis gestellt. Plötzlich wurde zum Beispiel auf der Lorrainebrücke oder an der Schwarztorstrasse der Verkehr gedrosselt. Dabei gingen wir davon aus, dass auch Projekte ausserhalb der Innenstadt zuerst mit uns diskutiert würden. Mit jeder unangekündigten Temporeduktion ist das Vertrauen in die Stadt aber weiter geschwunden.

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