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«Es stört mich, dass gleich die Nazi-Keule geschwungen wird»

Kabarettist Lorenz Keiser nimmt Stellung zum umstrittenen SVP-Plakat – und sagt, welche Kampagne die witzigste ist.

«Ich getraue mich alles. Es gibt keine Tabus», sagt Lorenz Keiser über seinen Humor. Foto: Andrea Zahler

«Ich getraue mich alles. Es gibt keine Tabus», sagt Lorenz Keiser über seinen Humor. Foto: Andrea Zahler

Hannes Nussbaumer@tagesanzeiger
Nicola Brusa@tagesanzeiger

Herr Keiser, im Oktober wählen wir unsere National- und Ständeräte. Solche Wahlkämpfe sind die hohe Zeit der ­Selbstinszenierung – sind sie damit auch das Paradies der satirischen Inspiration?
Natürlich sind Wahlkämpfe lustig. Gleichzeitig ist es so, dass ich das aktuell zum ungefähr vierzigsten Mal erlebe. Mir kommt das berühmte Experiment mit den Börsenhändlern in den Sinn. Man liess diese ein Portfolio bewirtschaften und mass ihre Performance. Danach setzte man Schimpansen vor die Computer, liess diese wild auf den Tasten herumdrücken und mass ebenfalls die Performance. Sie war etwa gleich. So frage ich mich mit Blick auf meine vierzig Wahlkämpfe: Wenn man nun Schimpansen die Wahlzettel einwerfen liesse, würde es dann so viel anders herauskommen?

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