Hohe Ozonbelastung auch im letzten Sommer

Auch im Sommer 2019 haben die sonnigen und windstillen Perioden im Kanton Bern zu hohen Ozonbelastungen geführt.

Während der Hitzeperioden kam es auch im Sommer 2019 zu hohen Ozonwerten.

Während der Hitzeperioden kam es auch im Sommer 2019 zu hohen Ozonwerten.

(Bild: Adrian Moser)

Im vergangenen Sommer wurde der Ozon-Grenzwert von 120 Mikrogrammpro Kubikmeter ähnlich oft überschritten wie in den letzten zehn Jahren, wie es in einer Mitteilung der bernischen Volkswirtschaftsdirektion vom Dienstag heisst.

Entlang von Strassen werden demnach zum Teil niedrige Ozonwerte gemessen, weil das in grossen Mengen vorkommende Stickstoffmonoxid das Ozon abbaue und dabei in Stickstoffdioxid umwandle. Folge: Die Stadtzentren weisen zwar die niedrigsten Ozonwerte auf, haben aber gleichzeitig die höchste Stickstoffdioxid-Konzentrationen. Mit den von Bund und Kantonen seit 1985 getroffenen Massnahmen konnten die Emissionen von Stickoxiden (NOx) mehr als halbiert und die flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) auf ein Viertel reduziert werden. Dennoch sei die Ozonbelastung immer noch zu hoch.

Ein Grund dafür ist, dass die Senkung von Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen nicht direkt zu einer gleich grossen Verminderung der Ozonkonzentration führt. Zudem verbreitet sich Ozon grossräumig. Die Belastung ist somit auch auf die Luftverschmutzung in anderen Ländern zurückzuführen.

Deshalb müssten die Bemühungen um Reduktion der Schadstoffe sowohl in der Schweiz wie auch international fortgesetzt werden, schreibt der Kanton Bern weiter. Im Vordergrund stünden Massnahmen wie Abgasvorschriften beim Strassenverkehr oder Lenkungsabgaben bei der Anwendung von Lösungsmitteln.

SDA

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