Zum Hauptinhalt springen

Gigantischer Speicher

Es ist erstaunlich, dass sich der Weltklimarat (IPCC) so lange Zeit gelassen hat, um sich mit einem Sonderbericht den Ozeanen und den vereisten Regionen der Erde zu ­widmen. Nirgendwo ist der Klimawandel so sichtbar wie an den Polen und im Hoch­gebirge.

Der Westantarktische Eisschild und das Eis auf Grönland schmelzen immer stärker. Die Gletscher überall auf den Kontinenten verlieren an Volumen. Die Veränderung scheint unaufhaltsam zu sein. Nur massive Investitionen in den Klimaschutz können gemäss IPCC die dramatischen Veränderungen bremsen. Doch auch dann wird ein weiterer Anstieg des Meeresspiegels nicht zu verhindern sein. Das komplizierte Ökosystem Meer braucht Zeit, bis es wieder ins Gleichgewicht kommt.

Ohne die enormen Speichereigenschaften des Meeres wäre die Erderwärmung weit stärker. Den grössten Teil der Wärme, die durch die vom Mensch verursachten Treibhausgase entsteht, nimmt der Ozean auf. Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich die Wärmeaufnahme verdoppelt.

Doch nicht nur das wärmere Wasser belastet viele Lebensräume im Meer: Die Ozeane puffern. Die Forscher gehen davon aus, dass etwa 20 bis 30 Prozent der CO2-Emissionen seit 1980 das Meer gespeichert hat. Mit dramatischen Folgen: Der Säuregrad im Meerwasser steigt. Es braucht nicht viel, um einen Lebensraum zu gefährden. Die Organismen leben laut Forschern heute in einem Milieu, das seit Millionen Jahren in Ozeanen nicht existierte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch