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Ein kleines, kauziges Welttheater

«Der letzte Schnee» lässt die Melancholie einer verschwindenden Welt in starken Bildern von Verlorenheit und Trost aufleben.

In einer der schönsten Szenen lassen die Männer in Weiss eine Handvoll Schneeflocken vor dem Hüttli hinabtanzen (v.l.n.r.: Luka Dimic, Jonathan Loosli, David Berger, Mathis Künzler).

In einer der schönsten Szenen lassen die Männer in Weiss eine Handvoll Schneeflocken vor dem Hüttli hinabtanzen (v.l.n.r.: Luka Dimic, Jonathan Loosli, David Berger, Mathis Künzler).

(Bild: Annette Boutellier)

Jüngst ist der erste Gletscher von der Karte verschwunden. Eine grüne Welle hat das Parlament geflutet, und Woche für Woche demonstriert die Jugend fürs Klima: Der Klimawandel ist ein heisses Thema. Es wäre ein Leichtes gewesen, den Roman von Arno Camenisch als Stück zur Klimadebatte zu inszenieren. Vom Klimawandel handelt «Der letzte Schnee» zwar auch. Es ist Winter, und das weisse Pulver bleibt aus. Das Radio meldet die Messwerte: 15 Grad in Chur, 14 Grad in Disentis, 8 Grad in Pontresina, und auf dem Piz oben sind es lediglich wenige Grad unter null. Die Gletscher glänzen, und eine Gletscherzunge bricht ab, das schon. Doch im Text von Arno Camenisch geht es um mehr.

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