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Geschlossene Eisbahn Weyermannshaus wird zum Politikum

Die Kunsteisbahn im Westen Berns muss dicht machen. Grund ist ein Leck im Kühlsystem. Versagt habe vielmehr die städtische Sanierungspolitik, findet die FDP.

Während das Publikumsfeld für diesen Winter Schluss macht, kann auf dem Eishockeyfeld weiter hin «geschlöflet» werden.
Während das Publikumsfeld für diesen Winter Schluss macht, kann auf dem Eishockeyfeld weiter hin «geschlöflet» werden.
Michael Schneeberger

Die Stadt Bern muss wegen eines Lecks in der Kühlanlage das Publikumsfeld der Eisbahn Weyermannshaus im Westen Berns schliessen. Christian Bigler, Leiter Sportamt Bern, erklärt auf Anfrage des «Bund»: Die fachgerechte Reparatur sei eine grössere Massnahme. «Eine Reparatur während des laufenden Betriebs ist nicht möglich, da man sonst den Betrieb des intakten Hockeyfeldes gefährdet.» Zudem werde die notwendige Reparatur voraussichtlich mehrere Wochen beanspruchen. Deswegen mache eine Reparatur unter laufendem Betrieb keinen Sinn.

Bigler weist darauf hin, dass mit dem angrenzenden Eishockeyfeld noch ein Feld intakt und gut bespielbar ist. Im Weyermannshaus kann also weiterhin «geschlöflet» werden: Das Eishockeyfeld steht Schulen und Öffentlichkeit weiterhin zur Verfügung.

Wie es in der Medienmittteilung des Sportamtes Bern weiter heisst, bestünden mit den Kunsteisfeldern der Ka-We-De und Postfinance-Arena gute Ausweichmöglichkeiten. Zudem erklärt Bigler, dass die Stadt Bern den Besitzerinnen und Besitzern von Saisonabonnements die Hälfte des Kaufpreises zurückerstatte, sofern sie das Abonnement bis Ende Januar 2020 an der Kasse der Kunsteisbahn Weyermannshaus zurückgeben.

Der Wahlkampf beginnt

Die FDP der Stadt Bern gibt sich mit diesen Erklärungen nicht zufrieden und nutzt die Sache für ihren politischen Wahlkampf. In einer Medienmitteilung kritisiert die Partei insbesondere die städtische Finanzpolitik von SP-Gemeinderat Michael Aebersold. Wie die vorzeitige Schliessung der Eisfläche zeige, seien die Sportanlagen in teils desolatem Zustand. Die Stadt sei gefordert, «eine Finanzpolitik zu betreiben, in welcher auf unnötige Konsumausgaben verzichtet wird, so dass die für die Investitionen benötigten Mittel freigespielt werden können».

Auch andere Sportanlagen sind in Bern derzeit nicht oder nur teilweise nutzbar. Das Lehrschwimmbecken im Hallenbad Hirschengraben ist aktuell geschlossen. Im Freibad Marzili musste der «Bueber» geschlossen und notsaniert werden. Das Becken des Freibades Weyermannshaus hatte jahrelang ein Leck. Die Wellenbadanlage im Freibad Ka-We-De musste phasenweise ausser Betrieb genommen werden. Die Schliessung des Publikumsfeldes im Weyermannshaus sei gemäss der FDP ein weiteres «unschönes Ereignis».

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