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Federer übersteht erneut einen Fünfsatz-Krimi

Déjà-vu in New York: Roger Federer benötigt auch in der zweiten Runde fünf Sätze, um den Kopf gegen Michail Juschni aus der Schlinge zu ziehen.

Hochspannung in Flushing Meadows: Roger Federer kann gegen den tapfer kämpfenden Michail Juschni einen 1:2-Satzrückstand wenden, um auf Umwegen in die dritte Runde einzuziehen.
Hochspannung in Flushing Meadows: Roger Federer kann gegen den tapfer kämpfenden Michail Juschni einen 1:2-Satzrückstand wenden, um auf Umwegen in die dritte Runde einzuziehen.
Andres Kudacki/AP Photo
Federers Einbruch: Als der Schweizer den zweiten Durchgang beim Stand von 5:4 nicht ins Trockene servieren kann, beginnt sich die Partie zu wenden.
Federers Einbruch: Als der Schweizer den zweiten Durchgang beim Stand von 5:4 nicht ins Trockene servieren kann, beginnt sich die Partie zu wenden.
Jason Szenes, Keystone
Atypische Fehlerflut: Der Maestro reiht plötzlich einen Fehler an den nächsten und steht auf einmal mit dem Rücken zur Wand.
Atypische Fehlerflut: Der Maestro reiht plötzlich einen Fehler an den nächsten und steht auf einmal mit dem Rücken zur Wand.
Andres Kudacki/AP Photo
Juschnis grosse Chance: Der Russe schnuppert dank einer 2:1-Satzführung am Sensationssieg. Nach 16 Niederlagen wäre es für ihn der erste Triumph über den 19-fachen Grand-Slam-Champion gewesen.
Juschnis grosse Chance: Der Russe schnuppert dank einer 2:1-Satzführung am Sensationssieg. Nach 16 Niederlagen wäre es für ihn der erste Triumph über den 19-fachen Grand-Slam-Champion gewesen.
Jason Szenes, Keystone
Comeback im vierten Satz: Der Baselbieter wehrt sich gegen den verfrühten Rückflug und erzwingt einen fünften Durchgang.
Comeback im vierten Satz: Der Baselbieter wehrt sich gegen den verfrühten Rückflug und erzwingt einen fünften Durchgang.
Andres Kudacki/AP Photo
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Nachdem Roger Federer schon in der 1. Runde gegen Frances Tiafoe über die volle Distanz hatte gehen müssen, benötigte er auch gegen Juschni fünf Sätze, um sich mit 6:1, 6:7 (3:7), 4:6, 6:4, 6:2 durchzusetzen. Federer verwertete nach über drei Stunden seinen zweiten Matchball. Dass er das Nervenspiel für sich entschied und sich im Turnier halten konnte, verdankte er einer klaren Steigerung nach den beiden verlorenen Sätzen.

Dabei hatte die Partie für Federer gemütlich begonnen. Der 19-fache Grand-Slam-Sieger führte nach einer Viertelstunde mit 5:0. Es machte den Eindruck, als ob Juschni nicht an den Sieg glauben würde, was nicht verwundert hätte. Der Russe hatte bis am Donnerstag in den letzten 17 Jahren 16 Mal gegen Federer gespielt und verloren, bei einem Satzverhältnis von 4:31.

Federers Fehlerflut

Im zweiten Satz ging Juschni zwar 2:0 in Führung, Federer gelang aber sofort die Korrektur. Bei 5:4 schlug er zum Satz auf, musste seinen Service aber abgegeben. Danach war nichts mehr wie vorher. Juschni begann an seine Chance zu glauben, umso mehr als sich beim Favoriten nun zahlreiche unerzwungene Fehler ins Spiel einschlichen. Am Ende waren es deren 68. Je öfter Federer das Feld verfehlte, desto grösser wurde das Selbstvertrauen von Juschni.

Mangelnde Konstanz

Federer fehlte die Konstanz. Er spielte immer wieder schöne Punkte, dominierte phasenweise deutlich das Geschehen. Doch er schaffte es nicht, sein Niveau konstant hoch zu halten. Im vierten Satz führte er mit 5:3 und schlug wie schon im zweiten Umgang erfolglos zum Satzgewinn auf. Etwas später sicherte er sich den Durchgang aber bei Service Juschni.

That's the BREAK! ????????@rogerfederer gets the first break of the 5th set and leads Youzhny 4-2.#USOpenpic.twitter.com/QBLwiceaMb— US Open Tennis (@usopen) 31. August 2017

Krachender Return-Winner: Der Schweizer sichert sich das alles entscheidende Break mit seiner Lieblingswaffe – der Vorhand. Quelle: Twitter/@usopen

Der 35-Jährige Russe bekundete ab dem vierten Satz körperlich Probleme, litt offenbar an der Hüfte, was Federer zugute kam. Der 36-jährige Schweizer trat derweil wieder stärker auf, setzte Juschni bei dessen Aufschlag in den letzten beiden Durchgängen oft unter Druck. Im fünften Satz zahlte sich dies im sechsten Game aus: Er schaffte das Break zum 4:2 und schloss den Match mit einem weiteren Servicedurchbruch ab.

????: ICYMI: He does it again! Match point by the ???? , @rogerfederer to head into R3. #USOpen@MBUSApic.twitter.com/TdCJTE33Nf— US Open Tennis (@usopen) 31. August 2017

Game, Set & Match Federer: Mit einem satten Smash schickt der Maestro den hartnäckigen Russen Michael Juschni nach Hause. Quelle: Twitter/@usopen

Nächster Gegner

Nach dem 80. Sieg beim US Open – nur Jimmy Connors hat mit 98 mehr auf dem Konto – trifft Federer in der 3. Runde auf einen anderen alten Bekannten: Feliciano Lopez. Auch gegen den 35-jährigen Spanier besitzt der Baselbieter mit 12:0 eine ausserordentlich gute Bilanz. Nach dem Kampf gegen Juschni weiss Federer aber mehr denn je, dass das nicht viel heissen muss.

(SDA)

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