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Bürokratie lässt Flüchtlinge warten

Damit die 150 Asylbewerber nun in die alte Feuerwehrkaserne Viktoria einziehen können, waren Vorbereitungen über Monate nötig. Ein schlechtes Omen für das Zieglerspital?

Markus Trachsel ist der Leiter der neuen Unterkunft.
Markus Trachsel ist der Leiter der neuen Unterkunft.
Valérie Chételat
In einem der Zimmer wohnen bis zu 15 Asylsuchende. Früher schliefen hier Feuerwehrmänner.
In einem der Zimmer wohnen bis zu 15 Asylsuchende. Früher schliefen hier Feuerwehrmänner.
Valérie Chételat
Bei den Lavabos mussten aus Denkmalschutzgründen die Seifenspender demontiert werden.
Bei den Lavabos mussten aus Denkmalschutzgründen die Seifenspender demontiert werden.
Valérie Chételat
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Obschon Hunderttausende Flüchtlinge in Europa verzweifelt ein Dach über dem Kopf suchen, steht die alte Feuerwehrkaserne im Berner Breitenrainquartier seit zehn Monaten leer. Nächste Woche ziehen nun die ersten von 150 Asylsuchenden ein. «Wir brauchten eine Engelsgeduld, weil sich die vielen Vorschriften zu einem zähen, bremsenden Gemisch anhäuft hatten», sagte gestern Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) an einer Medienorientierung. Dies sei umso erstaunlicher gewesen, als in der Feuerwehrkaserne voll funk­tionstüchtige Duschen, Küchen und Schlafsäle bereit standen. Feuerwehrleute lebten seit jeher während 24 Stunden in den Gemäuern aus den 1930er-Jahren.

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