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GuatemalaNeue Migrantenkarawane mit Gewalt gestoppt

Der Marsch mehrerer Tausend Flüchtlinge von Honduras in die USA wurde in Guatemala abrupt unterbrochen.

Die Sicherheitskräfte in Guatemala setzen Schlagstöcke und Tränengas ein, um die Flüchtlinge aufzuhalten. (17. Januar 2021)
Die Sicherheitskräfte in Guatemala setzen Schlagstöcke und Tränengas ein, um die Flüchtlinge aufzuhalten. (17. Januar 2021)
Keystone/Sandra Sebastian

Die neue sogenannte Migrantenkarawane mit mehreren Tausend Menschen ist in Guatemala auf ihren Weg Richtung USA Regierungsangaben zufolge mit Gewalt und Tränengas gestoppt worden. Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilte der Menschenrechtsbeauftragte des mittelamerikanischen Landes, Jordán Rodas Andrade, in einer Erklärung in sozialen Netzwerken am Sonntag mit.

Fernsehbilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Tausende Migranten sich in der guatemaltekischen Stadt Vado Hondo in Gruppen versammelten und versuchten, einen Kordon der Sicherheitskräfte zu durchbrechen. Diese setzten Schlagstöcke ein. Laut des Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wurden elf Migranten und zwei Soldaten verletzt. Mehr als 1300 Migranten wurden laut Guatemalas Migrationsbehörde zurückgeschickt oder an die Behörde übergeben.

Seit Freitagabend hatten mehrere Gruppen von Tausenden Migranten aus Honduras die Grenze nach Guatemala überquert. Der mexikanische Sender TV Azteca berichtete von mehr als 9000 Migranten. Die Karawane hatte sich am Donnerstag in der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras zusammengeschlossen. Es handelte sich nach Berichten örtlicher Medien um Honduraner, die vor Gewalt, Armut und den Folgen zweier verheerender Hurrikans im November aus dem mittelamerikanischen Land geflüchtet waren und in den USA ein besseres Leben suchen wollten. Das UNHCR berichtete von Gruppen, die Guatemala-Stadt erreicht und dort humanitäre Hilfe bekommen hätten. Mexiko verstärkte unterdessen die Überwachung der Grenze mit Guatemala im Bundesstaat Chiapas.

SDA/Christian Köppel

38 Kommentare
    Felix Brauchli

    Da schreibt eine Frau Kerzenmacherä, Guatemala hätte ca. 27 Mio Einwohner, so ein Unsinn - es sind ca. 18 Mio Einwohner!!

    Und die Frau Tschudi will wissen, dass es in Zentralamerika kein funktionierendes Sozialwesen und keine Arbeit gebe, und genau so wenig eine staatlich funktionierende Institution... Guatemala, Costa Rica und El Salvador lassen Grüssen!!

    Einfach ein bisschen die Wahrheit verdrehen und versuchen gut zu lügen... Leute bleibt doch bei der Wahrheit wenn Ihr mitreden wollt und recherchiert richtig!!!