3-D-Drucker stellt Haut für verletzte Kinder her

Am Kinderspital Zürich entwickelt ein Team eine Haut mit patienteneigenen Zellen. Diese könnte Kindern mit schweren Verbrennungen transplantiert werden.

Macht aus digitalen Daten Dinge zum Anfassen: Ein 3-D-Drucker.

Macht aus digitalen Daten Dinge zum Anfassen: Ein 3-D-Drucker.

(Bild: Keystone)

Für Kinder mit schweren Verbrennungen gibt es neue Hoffnung. Ein Team am Kinderspital Zürich ist dabei, eine Haut mit patienteneigenen Zellen zu entwickeln, die man den Kindern transplantieren kann, wie Recherchen der «NZZ am Sonntag» ergaben.

Dafür arbeitet das Team mit einem 3-D-Drucker, der das Gewebe Schicht um Schicht aufbaut. So soll die Herstellung der Haut im Labor automatisiert werden. 3-D-Drucker sind Hoffnungsträger der produzierenden Industrie. Sie sind in der Lage, komplizierte Objekte überall und in kurzer Zeit herzustellen. Neben dem Gerät braucht es nur Material und einen elektronischen Bauplan.

Erstes Gedrucktes Organ

Die Schweiz spielt bei der Entwicklung vorne mit, vorab in der Biomedizin und der Medizinaltechnik. Die Firma regenHu aus der Romandie hat nicht nur den Drucker fürs Kinderspital gebaut. Im nächsten Februar wird sie das weltweit erste gedruckte Organ auf den Markt bringen: einen Knochen, der als Implantat in der Zahnmedizin dienen soll.

Beim Schweizer Hersteller von Hörimplantaten Sonova ist die 3-D-Revolution schon voll in Gang. Hier werden die Geräteschalen alle mit 3-D-Druckern hergestellt. Ihre Form ist perfekt auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

Auch in der Maschinenindustrie sind die Hoffnungen gross. So können mit dem 3-D-Druck beliebig komplexe Teile gebaut werden, ohne dass die Kosten explodieren. Für die Flugzeug- und Autoindustrie ist interessant, dass gedruckte Teile viel leichter sind. Experten sehen in 3-D-Druckern eine Technologie, welche die Industrieproduktion ähnlich stark umwälzen wird wie einst die Dampfmaschine.

wid

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