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In Indien (5/5)Mitten in der Nacht bereit zur «Flucht»

Der Berner Künstler Filip Haag hat temporär seine Zelte im indischen Pilgerort Varanasi aufgeschlagen. Als die Corona-Krise auch ihn erreicht, entschliesst er sich schweren Herzens zur vorzeitigen Rückkehr.

Filip Haag
Das eingestürzte Gebäude erschien dem Künstler wie ein Sinnbild des Kollapses an seinem letzten Tag in Varanasi.
Das eingestürzte Gebäude erschien dem Künstler wie ein Sinnbild des Kollapses an seinem letzten Tag in Varanasi.
Bild: Filip Haag

«Es war mein Abschiedsspaziergang. Noch einmal wollte ich am unbebauten Ufer des Ganges zwischen den Gemüsepflanzungen flanieren. Ich und meine beiden Begleiter besuchten Ramnagar Fort, einen heruntergekommenen Palast des ‹Königs› von Varanasi, er war voller Waffen für die Grosswildjagd und präparierter Löwenfelle. Wir schlenderten weiter durch den Wirrwarr von Menschen, Ziegen, Kühen und Hunden und stiessen auf ein eingestürztes Gebäude mit herabhängenden Betonelementen – wahrscheinlich war es wie so viele illegal errichtet worden. Die Szenerie erschien mir sinnbildlich für den Kollaps und den abrupten Abbruch meines Aufenthaltes.

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