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Umstrittener National-ArchitektMit seinem Bundeshaus war er bis zuletzt nicht zufrieden

Er wollte das Zürcher Fraumünster abreissen und baute das Symbol der Polit-Schweiz. Wer war Hans Wilhelm Auer? Und was hat das Bundeshaus mit einem Hotel gemeinsam?

Ein Monument von einem Denkmal: Das Bundeshaus.
Ein Monument von einem Denkmal: Das Bundeshaus.
Foto: David Aebi

Er wollte das «hervorragendste schweizerische Baudenkmal» schaffen, eines, «das für alle späteren Jahrhunderte unserer Zeit zu Ehre gereicht, ein Symbol schweizerischer Einheit und Einigkeit». Wer das Berner Parlamentsgebäude heute betritt und den Blick über die feierliche Treppenhalle hinauf schweifen lässt, zur Gruppe der monumentalen drei Eidgenossen und noch weiter hoch zur fast sakralen Kuppel mit dem Schweizer Kreuz, weiss, was Hans Wilhelm Auer damit meinte.

Jedes Jahr werden fast 100’000 Menschen durch das Gebäude geführt und verlassen es oft tief beeindruckt. Doch etwas sucht man in diesem pompösen Nationaldenkmal vergebens: ein Bild seines Erbauers. Auch seinen Namen kennen nur wenige. Ja, es gibt in Bern nicht einmal eine Strasse, die nach ihm benannt wäre. Wie kann das sein? Wer war der Mann, der in jugendlichem Übermut das Zürcher Fraumünster abreissen wollte, seine Stieftante heiratete und nur vier Jahre nach der feierlichen Einweihung seines Lebenswerks mit 59 Jahren völlig verbittert starb? Dieser Frage gehen die Kuratoren Konrad Tobler und Massimiliano Madonna in der Ausstellung «Hans Wilhelm Auer – Bundeshausarchitekt» im Kornhausforum nach.

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