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Das Kopftuch war sein MarkenzeichenMike Shiva ist tot

Der Hellseher und TV-Moderator ist gemäss einem Medienbericht nach schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren gestorben.

Litt an einer schweren Krankheit: Der Basler Wahrsager Mike Shiva ist tot.
Litt an einer schweren Krankheit: Der Basler Wahrsager Mike Shiva ist tot.
Roland Schmid

Mike Shiva, der wohl bekannteste Hellseher der Schweiz, ist im Alter von 56 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Eine Person aus seinem nahen Umfeld bestätigte gegenüber Keystone-SDA eine entsprechende Meldung des «Blick» vom Samstag. (Lesen Sie hier den Nachruf)

Der Hellseher, Unternehmer und Fernsehmoderator starb am Freitag, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Erfahrung brachte. Geboren wurde er am 17. Juni 1964 in Basel als Michel Wehner.

Shiva war der wohl medial am stärksten beachtete Esoteriker der Schweiz. Seit seinem 15. Lebensjahr betrieb Mike Shiva in Basel eine Praxis, in der er seine Kundschaft spirituell beriet. Als TV-Wahrsager und Hellseher, Moderator und Reality-TV-Teilnehmer erlangte er Bekanntheit über die Schweiz hinaus. So nahm er 2018 am deutschen TV-Format «Promi Big Brother» teil. Shiva war zeitlebens davon überzeugt, hellsichtig zu sein. Er habe einen direkten Draht zum Universum, meinte er in einem 2018 veröffentlichten Buch. Mit seinen esoterischen Dienstleistungen, vor allem Kartenlegen, wollte Shiva nach eigener Aussage den Menschen Mut machen.

Das Kopftuch wurde zu Mike Shivas Markenzeichen.
Das Kopftuch wurde zu Mike Shivas Markenzeichen.
Foto: Markus Grunder (BZ)

Shivas Markenzeichen war sein stets in variierenden Farben gehaltenes Kopftuch. Als Guru wollte er deshalb aber nicht wahrgenommen werden: «Der eigentliche Grund, weshalb ich mir ein Tuch um die Stirn binde, hat mit einem relativ schweren Unfall zu tun, den ich einst erlitten habe. Das Tuch, das ich während dieser Zeit trug, ist – heute als mein Markenzeichen – geblieben», sagte Shiva einst der Basler Zeitung.

Nicht nur das Aussehen, auch seine Tätigkeit machten ihn immer wieder zur Zielscheibe. Shiva bot jahrelang hellseherische Beratungen am Fernsehen an, hatte ein Imperium mit zahlreichen Wahrsagern, Kartenlegern und selbst ernannten Medien aufgebaut. Bei ihnen konnten sich die Menschen Rat holen – für 4.50 Franken in der Minute. «Teuer bezahlter Nonsens», titelte der «Kassensturz».

Shiva hat zeit seines Lebens oft gehört, er sei ein Betrüger. Es sei ihm mittlerweile egal, sagte er 2019 der BaZ. Weil er ja wisse, dass er Dinge voraussagen könne.

Mike Shiva legte auch Roger Federer die Karten
Video: 20min

red