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Warum Tanz in Bern stattfinden muss«Meine Sorge ist, dass wir eine Kultur der Angst entwickeln»

«Tanz- und Theatervorstellungen sind momentan keine Ansteckungshotspots», sagt Anneli Binder. Sie ist überzeugt, dass Tanz in dieser schwierigen Zeit wie Medizin für die Seele wirkt.

«Kultur zu veranstalten, ist unser Auftrag»: Anneli Binder.
«Kultur zu veranstalten, ist unser Auftrag»: Anneli Binder.
Foto: Sabine Burger

Sie holen Tanzschaffende aus Belgien, Deutschland, England und Österreich nach Bern. Gleichzeitig steigen hier die Corona-Infektionszahlen. Das Publikum bei Tanz in Bern könnte ausbleiben. Welche Angst treibt Sie aktuell mehr um, die einer Ansteckung oder die eines finanziellen Desasters?

Seit Saisonbeginn gilt in der Dampfzentrale Maskenpflicht. Zudem haben wir ein gründliches Schutzkonzept für alle Bereiche. Und wir werden zwangsweise immer besser darin, täglich umzudenken und zu organisieren, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Meine grösste Sorge ist, dass wir eine Kultur der Angst entwickeln. Ich kann verstehen, wenn jemand angesichts der Lage lieber zu -hause bleibt. Die Ansteckungs-Hotspots sind momentan nicht Theater- und Tanzvorstellungen. Deshalb wäre es für uns alle schlimm, wenn wir diesen Herbst ohne Vorstellungen verbringen müssten.

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