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Kolumne Christian SeilerMeine Kopfreise nach Japan

… die mir ein schönes Magazin namens «Fool» ermöglicht hat.

Möglichst nicht natürlich, sollen Erdbeeren in Japan präsentiert werden. Diese hier wurde wie ein Diamant behandelt.
Möglichst nicht natürlich, sollen Erdbeeren in Japan präsentiert werden. Diese hier wurde wie ein Diamant behandelt.
Foto: Per-Anders Jorgensen

Die neue Ausgabe des schwedischen Foodmagazins «Fool» kommt wie eine Depesche aus einer anderen Zeit. Während wir gerade angehalten sind, unseren Bewegungsradius möglichst einzuschränken, um als potenzielle Virusträger weder eine Gefahr für andere zu werden noch andere zu einer Gefahr für uns werden zu lassen, reisst die 240 Seiten starke «Japanese Issue» des schwedischen Herausgeberpaars Lotta und Per-Anders Jörgensen tiefe Risse in unsere therapeutische Vereinsamung.

Die «Japanese Issue» ist das Produkt mehrerer ausführlicher Reisen, die Lotta und Per-Anders nach Japan unternommen haben. Vom ungläubigen Staunen, das alle Japanreisenden überkommt, sobald sie die ersten Tage in dieser fremden, überwältigenden Kultur verbringen, über die Lehren, die man aus dem Scheitern an den hermetischen Verhaltenscodes zieht, bis zu den Erfahrungen, die sich hinter den dicken Wänden aus Höflichkeit, Missverständnis und fanatischem Qualitätsbewusstsein verbergen, haben die «Fools» so ziemlich alles im Angebot, was Fernweh erzeugt. Das wäre schon zu anderen Zeiten schwer zu ertragen. In der Regel besorgt man sich ja nicht für ein langes Wochenende ein Ticket nach Tokio.

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