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Interview mit Satiriker Renato Kaiser«Mein Ziel ist stets, Idioten so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten»

Es war sein bislang ruhmreichstes Jahr: 2020 gewann Renato Kaiser den Salzburger Stier und veröffentlichte viel beachtete Videokommentare. Der Satiriker spricht über Kollegen, die mit Corona-Leugnern flirteten, die digitale Bühne und das Geheimnis seines Glücks.

«Mein Bühnen-Ich umfasst die besten fünf Prozent, die ich zu bieten habe», sagt Renato Kaiser.
«Mein Bühnen-Ich umfasst die besten fünf Prozent, die ich zu bieten habe», sagt Renato Kaiser.
Foto: Adrian Moser

Wenn es mit der Bühne nicht geklappt hätte, wären Sie wahrscheinlich Lehrer geworden. Welche Note würden Sie der Schweizer Satire im Krisenjahr 2020 geben?

Zu meiner Schulzeit war es noch so, dass grundsätzlich keine Sechs gegeben wurde – darum würde ich der Schweizer Satire 2020 eine gute Fünf geben. Weil da in diesem Jahr sehr viel und viel Gutes gekommen ist.

Und Ihnen selbst?

Mir gebe ich eine Fünfeinhalb, und zwar aufgrund von Fleiss. Relativ früh in der Krise habe ich regelmässig Videos auf Facebook geladen, und es ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet habe: Leute haben mir geschrieben, dass diese Art von Unterhaltung für sie wichtig gewesen sei in jener Zeit.

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