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Kolumne Christian SeilerMein Weihnachtsmenü

Oder: wie man das gesparte Feriengeld wunderbar in Trüffel investiert.

Dafür gibt es keinen Schönheitspreis, aber an Weihnachten schauen wir ohnehin lieber auf die Geschenke.
Dafür gibt es keinen Schönheitspreis, aber an Weihnachten schauen wir ohnehin lieber auf die Geschenke.
Foto: Robin Kranz & Volker Hobl

Dieses Weihnachtsmenü kombiniert Einfaches mit Luxuriösem. Zur Vorspeise gibt es einen italienischen Bittersalat in meiner liebsten Variante: in der Pfanne gebraten.

Pro Person brauchen wir dafür 1 Radicchio Rosso di Treviso Tardivo, den vielleicht hübschesten unter den bitteren Wintersalaten mit seinen rot-weissen Blatttentakeln. Den Tardivo am Blattansatz putzen, dann mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren. In einer weiten Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, den Tardivo mit der Schnittfläche ins Öl legen und bei mittlerer Hitze zugedeckt schmoren lassen. Mehrmals umdrehen, bis der Salat dunkel und weich ist, eventuell 1 Schluck Weisswein dazugiessen. Den geschmorten Tardivo jetzt auf vorgewärmte Teller geben, salzen, pfeffern und – Achtung – grosszügig mit Aceto balsamico beträufeln. Ich habe zu diesem Zweck immer ein Fläschchen mit „Aceto balsamico tradizionale di Modena“ zur Hand – das sind die vom Syndikat der Balsamicohersteller in Modena approbierten, mindestens zwölf Jahre gereiften Essige, süss-sauer, mollig und tiefgründig, die als Zeichen ihrer Qualität in die charakteristischen, von Giorgetto Giugiaro entworfenen Flaschen abgefüllt werden dürfen. Meine Lieblingsadresse: die Acetaia del Cristo in San Prospero bei Modena – falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für sich selbst brauchen.

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