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Mehr Lohn für PflegerinnenMehrere Berner Pflegheime vergüten nun Umkleidezeit

Angestellte in Pflegeheimen, die sich bisher ausserhalb der Arbeitszeit umkleiden mussten, erhalten dafür neu einen Zuschlag.

Wer in der Langzeitpflege arbeitet, muss dies in Dienstkleidung tun – und wird deshalb nun fürs Umziehen bezahlt.
Wer in der Langzeitpflege arbeitet, muss dies in Dienstkleidung tun – und wird deshalb nun fürs Umziehen bezahlt.
Bild: Christian Pfander (Archiv)

In mehreren Pflegeheimen des Kantons Bern erhält das Personal demnächst eine Vergütung für die Umkleidezeit. In Genuss der Zulage von 50 Franken pro Monat kommen Angestellte, welche sich vor Dienstbeginn auf Anweisung der Arbeitgeber und ausserhalb der Arbeitszeit umkleiden müssen.

Laut einer Mitteilung der Genossenschaft «dedica», dem Berufsverband für Pflegefachpersonal SBK und der Gewerkschaft VPOD handelt es sich um die erste kantonsweite Lösung im Pflegebereich in der Schweiz. «dedica» ist eine Interessenvereinigung von Langzeitpflegeinstitutionen im Kanton Bern.

Im Kanton Bern hatten sich die Sozialpartner Anfang Jahr schon im Spitalbereich auf eine Vergütung für die Umkleidezeit geeinigt. Auch diese Einigung gilt als Schweizer Premiere. In beiden Fällen kam die Übereinkunft im Rahmen der Lohnverhandlungen fürs laufende Jahr zustande.

Eine Zulage fürs Umkleiden führen im Kanton Bern bis spätestens 1. Juli dieses Jahres neun Institutionen der Langzeitpflege ein, wie «dedica»-Geschäftsführer Matthias Moser auf Anfrage sagte. Diese neun Institutionen haben einen Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen und repräsentieren laut Moser etwa 14 Prozent der Pflegebetten im Kanton Bern.

Laut Moser werden sich aber weitere Betriebe dieser Lösung anschliessen. Die Mehrkosten von rund einem Prozent der Lohnsumme übernehmen die Betriebe.

(SDA /nfe)