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Beim Interview mit Oprah WinfreyMeghan nahms mit der Wahrheit nicht so genau

Die Sussexes haben nicht drei Tage vor der offiziellen Heirat heimlich geheiratet, wie die Duchess das im Interview mit Oprah Winfrey behauptet hatte.

Nahm sie es auch noch bei anderen Dingen mit der Wahrheit nicht so genau? Meghan mit Ehemann Harry beim Interview mit Oprah Winfrey.
Nahm sie es auch noch bei anderen Dingen mit der Wahrheit nicht so genau? Meghan mit Ehemann Harry beim Interview mit Oprah Winfrey.
Foto: Joe Pugliese (Keystone) 

Es war eine der vielen Aussagen, die für hochgezogene Augenbrauen sorgte: Als die Duchess von Sussex während des Interviews mit Oprah Winfrey erklärt hatte, Harry und sie hätten schon drei Tage vor der pompösen Hochzeit mit den 600 geladenen Gästen und den Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern daheim vor den Fernsehgeräten geheiratet.

Niemand wisse davon. Es seien nur sie beide sowie der Erzbischof von Canterbury anwesend gewesen. Sie hätten ihn um Hilfe gebeten, weil ihnen klar war, dass die offizielle Trauung zu einem öffentlichen Spektakel werden würde.

Das sorgte für Irritation. Hatten sich die Sussexes – modernes Paar, als das sie sich verstehen – das Recht herausgenommen, so etwas Privates wie eine Hochzeit auch privat zu begehen? Und das ganze Tamtam mit Kleid und Schleppe und Kutsche nur dem Publikum zuliebe vorzuführen?

Es gab keine Vorvermählung

Jene, die etwas vom höfischen Protokoll verstanden, winkten ab und hielten jegliche Vorvermählung, Modernität hin oder her, für unwahrscheinlich. Vom Erzbischof selber war keine Hilfe zu erwarten, er pflege sich nicht zu «pastoralen Angelegenheiten» zu äussern, wie sein Sprecher gegenüber der Presse mehrfach ausrichten liess.

In einem Interview mit der italienischen Zeitung «La Repubblica» erklärte er sich jedoch letzte Woche indirekt: Er habe nur ein einziges Dokument unterzeichnet, und das sei die rechtsgültige Heiratsurkunde gewesen, andernfalls hätte er sich strafbar gemacht.

Erinnerungen unterscheiden sich

Es gab also keine heimliche Hochzeit. Meghan und Harry, so berichtet die «Times», hätten den Erzbischof lediglich zu einem Gespräch getroffen. Mit einer Trauung habe das aber nichts zu tun gehabt, die amtlichen Dokumente seien eindeutig: Die Hochzeit habe am 19. Mai 2018 stattgefunden, es gäbe kein anderes Datum.

Selbst die Sprecherin der Sussexes ist mittlerweile zurückgekrebst und spricht nur noch davon, dass das Paar «vor der eigentlichen Hochzeit» gegenseitig ein persönliches Gelübde abgelegt habe.

Nachdem Meghan und Harry
schwere Vorwürfe gegen Harrys Familie erhoben hatten, reagierten Königs gewohnt zurückhaltend. In einem Communiqué hielten sie fest, dass sich «einige Erinnerungen unterscheiden» werden.

Eine sehr höfliche Ausdrucksweise dafür, dass es jemand mit der Wahrheit womöglich nicht allzu genau nimmt.

35 Kommentare
    Wellenberger

    Harry und Meghan waren als Royals beide Patrons der Royal Foundation. Die RF präsentiert sich u.a. als Verfechter der geistigen Gesundheit. Harry war sogar Mitbegründer von Heads Together, als die Kampagne 2017 lanciert wurde.

    Dennoch behauptet Meghan völlig unverfroren, dass zwei Jahre später weder sie noch Harry auch nur die geringste Unterstützung erhalten habe, dass sie ihr sogar explizit verweigert wurde.

    Also, ich würde eine glaubwürdigere Story erfinden.