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Interview mit einem Netzkünstler«Man ist dem Theater mehr schuldig als abgefilmte Szenen»

Seit der Corona-Krise sind viele Kulturschaffende im Internet kreativ geworden. Der Berner Schauspieler Saladin Dellers macht schon länger digitale Kunst: «Werther» zeigte er vor der Webcam, und auf Youtube brach er das Gesetz.

Ohne zu kommunizieren, kommt man nicht weit: Die Online-Inszenierung «Hyphe» mit Saladin Dellers.
Ohne zu kommunizieren, kommt man nicht weit: Die Online-Inszenierung «Hyphe» mit Saladin Dellers.
Foto: zvg

Herr Dellers, Sie haben schon mehrere Kunstprojekte im Netz realisiert. In den letzten Wochen haben Sie viel Konkurrenz bekommen: Während der Corona-Krise wurde in Bern etwa ein virtuelles Literaturfestival ausgetragen, eine Streaming-Plattform für Theater lanciert oder ein Museums-Podcast gestartet. Welches Angebot überzeugt Sie am meisten?

Zuerst muss ich sagen, dass ich es sehr schön finde, wie sich dieser Bereich gerade ausweitet. Ich hoffe, dass das auch nach Corona noch ein wenig so bleibt, und man das Internet entdeckt als Raum, wo auch sonst Kunst stattfinden kann. Zurzeit aber ist es ja so, dass man fast überhäuft wird von kulturellen Beiträgen im Netz, und sobald diese etwas hingeworfen wirken, bin ich schnell einmal nicht mehr so interessiert daran. Ich glaube, mein Anspruch ist da ein wenig höher.

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