Zum Hauptinhalt springen

Nach Knatsch bei Bundesplatz-KlimacampMäritleute und Aktivisten spannen zusammen

Erst lagen sich Berner Marktfahrer und Klimacamper wegen der Bundesplatzbesetzung in den Haaren. Nun haben sie eine gemeinsame Gegnerin: die Stadt Bern.

Während des Klimacamps vor dem Bundeshaus mussten sich die Märitfahrer den Platz mit den Aktivistinnen und Aktivisten teilen.
Während des Klimacamps vor dem Bundeshaus mussten sich die Märitfahrer den Platz mit den Aktivistinnen und Aktivisten teilen.
Foto: Adrian Moser

Berns Märitbesucherinnen und -besucher müssen sich regelmässig umorientieren: Im Frühjahr wurde der ganze Markt wegen Corona dezentral in der Stadt verteilt. Dann kam ihm das Klimacamp auf dem Bundesplatz in die Quere. Und bald schon muss er der Eisbahn weichen, die dieses Jahr früher aufgebaut wird als sonst. Die Marktfahrer fühlen sich deswegen als «Manövriermasse» und fürchten um ihre Umsätze. Nun planen sie eine Protestaktion und spannen dabei ausgerechnet mit den Klimacampern zusammen.

«Die rund 30 Marktfahrenden zahlen jährlich mehrere 10’000 Franken Miete, trotzdem werden wir von der Stadt regelmässig an den Rand gedrängt», sagt Walter Stettler vom Verein Berner Märit. Dabei bedeute jeder temporäre Umzug grosse Umsatzeinbussen, «teilweise bis zu 60 Prozent pro Markttag», so Obstbauer Stettler. Der Grund: Stammkunden fänden den Stand nicht mehr, und je nach Standort gebe es kaum Laufkundschaft. «Weil das Geschäft da nicht rentiert, kreuzen einige Anbieter dann gar nicht erst auf», so Stettler. Das sei schade, immerhin sei der Märit für viele eine wichtige Einkommensquelle und belebe die Innenstadt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.