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Analyse der Berner WahlergebnisseLinke wählen fast dreimal mehr Frauen als Männer

Linke Wählerinnen und Wähler schreiben öfter Kandidierende von anderen Parteien auf ihre Liste – und bevorzugen dabei Frauen massiv. Die Panaschierkönigin stammt dennoch aus der Mitte.

Zeigten auf, wie stark Gleichberechtigung in Bern bewegt: Demonstrantinnen am Frauenstreik im Juni 2019 in der Berner Altstadt.
Zeigten auf, wie stark Gleichberechtigung in Bern bewegt: Demonstrantinnen am Frauenstreik im Juni 2019 in der Berner Altstadt.
Foto: Raphael Moser

Der schweizweite Rekord von fast 70 Prozent Frauen im Berner Stadtrat hat sich erwartungsgemäss auch in der Popularitätsrangliste der Kandidatinnen und Kandidaten niedergeschlagen. Während bei den Wahlen vor vier Jahren unter den besten 20 immerhin noch 6 Männer waren und der erste Mann (Rithy Cheng, SP) damals Rang 3 belegte, haben es bei den Wahlen am 29. November nur 2 Männer unter die ersten 20 geschafft: Mohamed Abdirahim (Juso) auf Rang 16 und Manuel C. Widmer (GFL) auf Rang 18.

GLP-Schild sorgt für Überraschung

Überraschend ist aber die Person auf dem Spitzenplatz: 19 der 20 Besten gehören links-grünen Parteien an, auf Platz 1 kam aber die grünliberale Marianne Schild. Sie holte auf 1000 Listen 94 Panaschierstimmen, was bedeutet, dass sie im Durchschnitt von fast jeder zehnten Liste, die nicht auf die GLP entfiel, eine Panaschierstimme erhielt.

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