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Neulich bei der EntsorgungsstelleLebende Fische ausgesetzt

In Urtenen-Schönbühl hat jemand in der Nähe der Entsorgungsstelle ein Aquarium samt Fischen abgestellt. Nun hat sich die Polizei eingeschaltet.

Ein seltener Anblick: Bei der Entsorgungsstelle in Urtenen-Schönbühl stand am Montagabend ein Aquarium.
Ein seltener Anblick: Bei der Entsorgungsstelle in Urtenen-Schönbühl stand am Montagabend ein Aquarium.

Am Montagabend ist in Urtenen-Schönbühl ein Aquarium samt Fischen aufgefunden worden. Dies teilt die Kantonspolizei Bern am Mittwochmorgen mit. Die Hintergründe sind unklar.

Es war bereits nach 20 Uhr am Montag, als der Polizei der Fund gemeldet wurde. Ausserhalb der Entsorgungsstelle an der Holzgasse in Urtenen-Schönbühl sei ein Aquarium mit lebenden Zierfischen abgestellt worden. Eine Polizeipatrouille suchte den Ort auf und fand die Meldung bestätigt. Die Zierfische seien in der Folge Fachleuten übergeben worden.

Besitzer muss mit Anzeige rechnen

Zur Klärung der Hintergründe hat die Kantonspolizei Bern nun Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Personen, die am Montag in der Zeit zwischen 12.30 und 20.15 Uhr im Bereich der Entsorgungsstelle Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum Aquarium oder dessen Besitzer machen können, werden gebeten, sich zu melden, schreibt die Polizei.

Wie es bei der Medienstelle der Polizei auf Nachfrage heisst, sind Verstösse gegen das Tierschutzgesetz Offizialdelikte. Sie haben eine Anzeige zur Folge. Über das Strafmass wird die Justiz entscheiden. Verboten ist insbesondere das Töten von Tieren auf qualvolle Art. In diesem Fall hätten die Fische aufgrund der herrschenden Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht überlebt, hält die Medienstelle fest.

Überforderte Tierhalter

Seit Jahren ist bekannt, dass private Tierhalter nach einer Neuanschaffung von Aquariumfischen nicht selten überfordert sind. Die Folge: In Privathaushalten leiden und sterben unzählige Tiere – und das oft völlig unbemerkt. Kleine Aquarienfische werden oft einfach die Toilette hinuntergespült, wenn es den Besitzern zu viel wird. Allerdings: Leute, die ihr Aquarium vernachlässigen oder die Fische so entsorgen, machen sich genauso strafbar wie Landwirte, die ihre Kühe nicht tiergerecht halten. Der Grund: Das Tierschutzgesetz gilt für alle Wirbeltiere – und somit auch für kleine Fische.

Leute, die merken, dass ihnen die Arbeit mit dem neuen Aquarium über den Kopf wächst, finden im Internet Organisationen, die helfen. So beispielsweise den Verein Aquaterra-Herz.

1 Kommentar
    Holk oertel

    Warm um Gotteswillen Schaft sich einer oder eine ein Tier an Fisch Katze oder Hund an?Der Hund lebt ca. 12 Jahre .Zierfische weiss ich nicht.Es gibt kein Grund ein wehrlose Lebenswerte zu Töten.