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Von der Toscana-Villa bis zum gestylten Flachdachbau

Vorgefertigte Häuser sind in der Schweiz selten. Die Home-Expo will eine Lanze für diese Häuser brechen. 16 Musterbeispiele können an der Ausstellung in Suhr besichtigt werden.

Fertighäuser nennt der Volksmund Eigenheime, die aus vorgefertigten Elementen in wenigen Tagen aufgerichtet werden, Fachleute sprechen von Systemhäusern. In Deutschland und Österreich setzen viele Eigenheimkäufer auf die vorgefertigten Bauten, hierzulande begegnet man ihnen mit Skepsis: zum einen weil man ein individuelles Haus möchte, zum anderen misstraut man der vorgefertigten Konstruktion aus Holzelementen.

Vorurteile, mit denen die vor einem Jahr eröffnete Home-Expo im aargauischen Suhr aufräumen möchte: «Wir wollen den Leuten zeigen, dass Systemhäuser eine Alternative zu Häusern traditioneller Machart sind», sagt Nicolas Abundo, Initiator der Home-Expo und Inhaber der Home-Expo-Services GmbH. Kern der Ausstellung sind 16 Systemhäuser, die auf dem eineinhalb Fussballfelder grossen Gelände besichtigt werden können, zwei weitere Häuser folgen demnächst. Die Palette reicht von der kleinen Villa im Toscana-Stil über das traditionelle Giebeldachhaus bis hin zum gestylten Flachdachbau.

Vorbild für die Home-Expo sind ähnliche Ausstellungen in Deutschland und Österreich. Aus diesen beiden Ländern kommen auch die meisten Aussteller in Suhr. Dazu gehören Marken wie Elk, Weberhaus oder Schwörerhaus. Sieben bis zehn Jahre bleiben die Häuser auf dem Gelände der Home-Expo, danach werden sie durch aktuellere Modelle ersetzt. Das Angebot der Aussteller zielt vor allem auf junge Familien. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich noch eine weitere Zielgruppe für die Häuser interessiert: «Viele Besucher besitzen bereits ein Haus und möchten nach dem Auszug der erwachsenen Kinder ein kleineres Objekt kaufen», sagt Abundo.

Sonderanfertigungen für die Schweiz

Die Möglichkeit, innert weniger Stunden mehr als ein Dutzend Häuser verschiedenster Grösse, Preisklasse und Stilart besichtigen zu können, kommt an: Die erwartete Besucherzahl von 40'000 pro Jahr wurde schon in den ersten zwölf Monaten weit übertroffen. Das hängt nicht zuletzt mit dem Standort zusammen: Die Musterhäuser stehen gleich gegenüber der Filiale des Möbelhauses Pfister. Aufgrund des Erfolgs plant Initiator Nicolas Abundo bereits eine weitere Ausstellung in der Westschweiz.

Zufrieden sind auch die Aussteller: «Wir haben unser Musterhaus erst vor zwei Monaten aufgestellt und schon fünf Abschlüsse tätigen können», sagt beispielsweise Thomas Baumann von Fingerhaus. Der deutsche Hersteller positioniert sich derzeit auf dem Schweizer Markt und hat dafür extra ein auf hiesige Verhältnisse zugeschnittenes Haus aufstellen lassen.

Auch andere Aussteller haben ihre Häuser an die Schweizer Kundschaft angepasst: So stammen Küchen, Sanitärapparate und die technische Ausstattung oft von Schweizer Lieferanten. Was diese Lieferanten fürs Eigenheim zu bieten haben, ist im Infocenter beim Eingang der Expo zu sehen. Hier haben Hersteller aus den Bereichen Küche, Bad und Bodenbeläge eine Ausstellung eingerichtet. Dazu kommen weitere Serviceangebote, wie eine Datenbank mit freien Baugrundstücken für Einfamilienhäuser sowie eine Beratungsecke für Hypotheken. So erfährt man als Besucher gleich, ob man das eben draussen besichtigte Traumhaus auch finanzieren kann.

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