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Ein Zimmer bezahlen, eine ganze Wohnung nutzen

Clusterwohnungen sind WGs für Individualisten. In Zürich sei die Zeit noch nicht ganz reif dafür, meint Architektin Vera Gloor, die an der Langstrasse die erste Clusterwohnung in der City geschaffen hat.

WG-Zimmer mit eigenem Bad: Alex Eichmann in seiner Clusterwohnung an der Langstrasse.
WG-Zimmer mit eigenem Bad: Alex Eichmann in seiner Clusterwohnung an der Langstrasse.
Doris Fanconi

Sogar ein russisches Kamerateam war schon an der Langstrasse 134 und hat die neue Wohnung gefilmt. Für die Russen ist es eine kleine Sensation, dass Private gemeinschaftliches Wohnen fördern – und dass es Personen gibt, die sich freiwillig daran beteiligen.

Alex Eichmann (44) ist einer von ihnen. Er sitzt in der Gemeinschaftsküche, die sich die Russen wohl etwas anders vorgestellt haben; mehr wie eine WG-Küche und weniger wie ein Kochstudio nach Sendeschluss – der Raum ist sorgfältig gestylt, tipptopp sauber und wirkt etwas unternutzt. Seine Mitbewohner, erklärt Eichmann, würden auch abends oft arbeiten. Mitte August hat Eichmann zusammen mit drei Fremden die Clusterwohnung bezogen – mit einer Kindergärtnerin aus Zürich, einem Unternehmensberater aus Österreich und einem Forscher aus Italien, alle um die 30 Jahre alt. Und heute, zweieinhalb Monate nach ihrem Einzug, wollen immer noch alle an ihrem gemeinsamen Weihnachtsessen festhalten.«Bei uns hat jeder sein eigenes Bad», sagt Alex Eichmann. «Das macht das Zusammenleben einfacher.»

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