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Was langsam reift, wird sicher gut

Die Toskana ist berühmt für ihre Olivenbäume, Pinien, Säulenzypressen – und roten Weine, von Chianti bis Brunello di Montalcino. Die Basis dieser Weine ist die Sangiovese-Traube.

In Italien sind über 900000 Hektaren mit Reben bestockt – ein Zehntel davon mit der Sangiovese, der meistangebauten roten Rebsorte des Landes. Typisch ist sie für die Toskana, wo sie schon seit etwa 2500 Jahren angebaut wird. Inzwischen wächst die Sangiovese von Nord nach Süd, von der Lombardei über Umbrien und Latium bis weit hinunter nach Kampanien. Selbst in der neuen Welt fühlt sich die Traube wohl, besonders im kalifornischen Napa Valley und rund um Mendoza in Argentinien. Die Sangiovese reift langsam und vergleichsweise spät. Ihre Lese beginnt traditionell erst Ende September und wird manchmal bis Mitte Oktober aufgeschoben. Diese Geduld belohnt sie in warmen und sonnigen Jahren mit einem vollen, alkoholstarken und langlebigen Wein. Die Trauben gedeihen am besten auf leichten und kalkhaltigen Böden an trockenen Lagen. Sie vertragen weder zu viel Feuchtigkeit noch Kälte. In der Toskana ist die Sangiovese die Basis aller Rotweine. Ein Brunello di Montalcino darf nur aus ihr gekeltert werden, ein Chianti Classico zu mindestens 80 Prozent. Der klassische Chianti-Verschnitt, der auf Baron Bettino Ricasoli (1809 bis 1880) zurückgeht, erlaubte neben der Sangiovese nur die rote Canaiolo sowie die weissen Trebbiano und Malvasia. Heute sind auch noch andere rote Sorten möglich.

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