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Was das nasskalte Wetter mit uns macht

Nicht alle Menschen reagieren gleich empfindlich. Wir präsentieren Ihnen die drei Wettertypen.

Ja, das Bild ist aktuell: Viel Schnee auf der Schwägalp im April.
Ja, das Bild ist aktuell: Viel Schnee auf der Schwägalp im April.
Gian Ehrenzeller/Keystone

Heute Morgen ging es wohl allen gleich: Aufstehen, aus dem Fenster blicken und merken, dass der Winter zurückgekommen ist. Am 26. Tag des Frühlingsmonats April ist es knapp 6 Grad, es regnet, und an manchen Orten liegt bereits Schnee.

Was macht dieser Kälteeinbruch mit uns?

Experten wie Professor Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdiensts in Freiburg, sprechen von drei Wettertypen:

Jeder Mensch gehört zu den Wetterreagierenden: Man reagiert immer auch körperlich auf einen Wetterumschwung; etwa, indem man friert. Wer nur wetterreagierend sei, fühle keine grösseren Beeinträchtigungen, sagt Matzarakis. Höchstens vielleicht die übliche Unlust, aus dem Haus zu gehen.

Dann gibt es die sogenannten Wetterempfindlichen: Zu denen zählen etwa jene Menschen, die eine Operation hatten und durch den Wetterumschwung stärkere Schmerzen an den operierten Körperteilen spüren. Manche fühlen diese Schmerzen bereits einige Tage vor dem Wetterwechsel.

Zu den Wetterfühligen schliesslich gehören Menschen mit Leiden wie Rheuma oder Asthma, deren Beschwerden sich verschlimmern. Aber auch bei gesunden Menschen können plötzlich Symptome auftreten: Am häufigsten klagen die Leute über Kopfschmerzen und Migräne, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen.

Die Städter leiden mehr

Das vegetative Nervensystem von wetterfühligen Menschen gerät aus dem Gleichgewicht, sobald sich das Wetter ändert. Es ist unklar, wie Wetterfühligkeit genau entsteht: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass wetterfühlige Menschen besonders empfindlich auf unsichtbare elektrische Entladungen reagieren, wie sie bei Wetterveränderungen auftreten.

Die Entladungen bauen ein elektromagnetisches Feld auf, welches das vegetative Nervensystem in seiner Steuerungsfunktion beeinträchtigt: Dieses kann die «innere Balance» eines Menschen nicht mehr beibehalten. Allgemein beeinflussen auch Stress, Smog, Ozon oder eine hektische Lebensweise das vegetative Nervensystem.

Offenbar leiden Städter häufiger an Wetterfühligkeit als Menschen, die auf dem Land leben: Durch die grösseren Umwelt- und Stressbelastungen und einen schnelleren Lebensrhythmus sind sie anfälliger auf einen Wetterwechsel.

Zwar gewöhnen sich vor allem die Wetterfühligen mit der Zeit an die kühleren Temperaturen. Wer diesen Prozess aber etwas beschleunigen oder den Symptomen gar vorbeugen möchte, der soll sich laut Experten viel bewegen, und zwar draussen – gerade bei den kühleren Temperaturen. Regelmässiger Sport und auch Wechselduschen helfen gegen die Wetterfühligkeit.

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